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Die Reden Gotamo Buddhos. Mittlere Sammlung, dritter Band

Note 488 29 — NACHWEISE

Karl Eugen Neumann translation

»‚Das Auge ist das Selbst‘, eine solche Behauptung, die kann nicht angehn; beim Auge wird ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen; wobei nun aber ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen wird, muss einer ‚Mein Selbst entsteht und vergeht‘ als Ergebniss gelten lassen; darum geht es nicht an ‚Das Auge ist das Selbst‘ zu behaupten: somit ist das Auge nicht das Selbst. — ‚Die Formen sind das Selbst‘, eine solche Behauptung, die kann nicht angehn; bei den Formen wird ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen; wobei nun aber ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen wird, muss einer ‚Mein Selbst entsteht und vergeht‘ als Ergebniss gelten lassen; darum geht es nicht an ‚Die Formen sind das Selbst‘ zu behaupten: somit ist das Auge nicht das Selbst, sind die Formen nicht das Selbst. — ‚Das Sehbewusstsein ist das Selbst‘, eine solche Behauptung, die kann nicht angehn; beim Sehbewusstsein wird ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen; wobei nun aber ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen wird, muss einer ‚Mein Selbst entsteht und vergeht‘ als Ergebniss gelten lassen; darum geht es nicht an ‚Das Sehbewusstsein ist das Selbst‘ zu behaupten: somit ist das Auge nicht das Selbst, sind die Formen nicht das Selbst, ist das Sehbewusstsein nicht das Selbst. — ‚Die Sehberührung ist das Selbst‘, eine solche Behauptung, die kann nicht angehn; bei der Sehberührung wird ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen; wobei nun aber ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen wird, muss einer ‚Mein Selbst entsteht und vergeht‘ als Ergebniss gelten lassen; darum geht es nicht an {464} ‚Die Sehberührung ist das Selbst‘ zu behaupten: somit ist das Auge nicht das Selbst, sind die Formen nicht das Selbst, ist das Sehbewusstsein nicht das Selbst, ist die Sehberührung nicht das Selbst. — ‚Das Gefühl ist das Selbst‘, eine solche Behauptung, die kann nicht angehn; beim Gefühle wird ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen; wobei nun aber ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen wird, muss einer ‚Mein Selbst entsteht und vergeht‘ als Ergebniss gelten lassen; darum geht es nicht an ‚Das Gefühl ist das Selbst‘ zu behaupten: somit ist das Auge nicht das Selbst, sind die Formen nicht das Selbst, ist das Sehbewusstsein nicht das Selbst, ist die Sehberührung nicht das Selbst, ist das Gefühl nicht das Selbst. — ‚Der Durst ist das Selbst‘, eine solche Behauptung, die kann nicht angehn; beim Durste wird ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen; wobei nun aber ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen wird, muss einer ‚Mein Selbst entsteht und vergeht‘ als Ergebniss gelten lassen; darum geht es nicht an ‚Der Durst ist das Selbst‘ zu behaupten: somit ist das Auge nicht das Selbst, sind die Formen nicht das Selbst, ist das Sehbewusstsein nicht das Selbst, ist die Sehberührung nicht das Selbst, ist das Gefühl nicht das Selbst, ist der Durst nicht das Selbst.

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