Note 214 — FÜNFZEHNTER THEIL BUCH DES SECHSFACHEN GEBIETES
Karl Eugen Neumann translation
Cf. zum Eingange dieser Rede einen Ausspruch des DIOGENES, in STOB. Flor. XCV, 19: την πενιαν αυτοδιδακτον κιναι αρετην und, ib. 11, γπικουρηλα προς φιλοσοφιαν. Ebenso der Pythagoriker HIPPODAMOS, ib. XCVIII, 71 i. f.; und noch mancher Große, der uns von SENECA in seinem encomium paupertatis, epist. LXXXVII bei Erklärung des deesse, vorgeführt wird: eine Reihe, die man beliebig von ARISTOPHANES, Plut. 593: παντ’ εστ’ αγαθ’ ὑμιν εια την πενιαν, bis zu PLOTIN, Enn. III. 2. 5: πενιαι συμφορα, und weiter ergänzen und erkunden mag. Ist nun zwar der griechische Begriff der πενια, bez. ανυπαρξια viel kleiner als der indische der śūnyatā, so stellt er doch wohl einen Bruchtheil des letzteren dar; gleichwie auch die povertà des S. FRANCESCO und die armuot MEISTER ECKHARTS, zumeist aber die himmlische Oede LAO-TSES. Bei ihnen allen gilt eben BRUNOS tiefbedachte Definition: »nessuno può gustar che cosa sia tranquillità di spirito, se non è povero o simile al povero«; und nicht minder was ein alter Barde an DON GOZIMAS dem Eremiten naiv gerühmt hat:
Mas preçiava el su pobredat Que algun conde su riquedat.