Note 1 — ELFTER THEIL BUCH DER GÖTTERLACHE
Karl Eugen Neumann translation
Devadaham, i. e. Deorum lacuna. Der Ort ist auch im Mahāvaṃso II, v. 16 als Devadaho, im Mahāvastu I, p. 355 f. als Devaḍaho, und Jātakam I, p. 52 als Devadahanagaram gut überliefert. Noch heute führt die Straße über die Ruinen von Kapilavatthu nach Rummin-deī, dem einstigen Luṃminī, und von da ein paar weitere Tagereisen hinauf ins Gebirge bis zur sakkischen Gränzfeste, der stolz emporragenden Burgstadt Deonyagarh, wie sie gegenwärtig heißt. Die Angabe eines chinesischen Pilgers, der Weg von Kapilavatthu nach Devadaham betrage 800 li (ca. 350 km), von WATTERS im Journal Roy. As. Soc. 1898 p. 547 mitgetheilt, wird daher der Wahrheit ziemlich nahegekommen sein. — Vergl. unser Göttweig, von vicus, wîch: der Götter Hof, hoch auf steilem Felsen, gegenüber Stein an der Donau gelegen; (schott.) Lochnagar, Interlaken, Laach etc., von lacus. Die Ruinen von Devadaham mögen dermaleinst unter dem heutigen Deonyagarh aufgefunden werden, sobald nur erst Männer wie PRINSEP oder CUNNINGHAM wieder am Werke sind. Wenn Babu MUKHERJI noch jüngst nahe bei Rummin-deī danach gesucht, Report on etc. Antiquities in the Tarai etc. (Archaeological Survey of India XXVI 1 Imp. Ser.), Kalkutta 1901, S. 58, so hat er eben den gänzlich unwissenschaftlichen, bloß willkürlichen Behauptungen von Leuten wie Major WADDELL und VINCENT A. SMITH muthlos gehorcht, ohne auch nur den Versuch eigener Quellenuntersuchung zu wagen: weil ja historisches Forschen und Verstehnlernen mehr noch als dem alten dem modernen Inder versagt ist. Die neu von ihm gelieferten, leider nur spärlichen photographischen Aufnahmen in situ der zumeist schon von dem ehemaligen Jesuiten und trotz der argen Anschuldigungen immerhin verdienstvollen A. FÜHRER entdeckten Reste und Alterthümer aus der sakkischen, künstlerisch ungemein hoch stehenden Periode sollen dagegen mit lebhaftem Danke begrüßt werden. — Auf Tafel XXVIII findet man die in der 109. Anmerkung erwähnte krystallene Phiole sowie die Urne mit der Inschrift nebst den anderen drei im selben Sarkophage (salilanidhanam Leichenschrein) verwahrt gewesenen Reliquiengefäßen photograviert. Die von mir a. a. O. vorgebrachte Hypothese einer geographischen Differenzierung von Sakko und Sakyo lässt sich durch unsere Manuskripte und Inschriften doch wohl nicht genügend stützen.