Note 15 — I. Abhandlung. (continued 2)
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Strackerjan, Die jeverländischen Personennamen. Dergleichen Kürzungen finden sich noch jetzt in Mundarten häufig, mit der vollen Endung o besonders im Friesischen: Edo, Ecko, Luddo, Willo, s. Allmers, Marschenbuch, Land- und Volksbilder aus den Marschen der Weser und Elbe 1861, S. 139, wo ein Verzeichnis von 30 solcher Vornamen gegeben wird, bei denen freilich o jetzt auch schon meist in das klanglose e abgeschwächt ist, wie in den norddeutschen Formen Ede (Eduard), Lude (Ludwig). — Der umgekehrte Fall, daß nämlich eine Kürzung im Anlaut eintritt, ist selten und dann wohl durch besondere Einflüsse, namentlich fremder Sprachen, zu erklären. So Prandus aus Rotprandus (Stark, Die Kosenamen der Germanen, S. 13), Role für Karl aus der latinisierten Form Carôlus.