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Deutschlands Geschichtsquellen im Mittelalter bis zur Mitte des dreizehnten Jahrhunderts, Erster Band (von 2)

Note 9 — II. Die Karolinger.

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So in seiner Stiftung Cysoing bei Tournai Markgraf Eberhard von Friaul, Gemahl von Ludw. d. Fr. Tochter Gisla, einer der litterarisch gebildeten Laien dieser Zeit, s. Dümmler im Jahrbuch für vaterländische Geschichte (Wien 1861) S. 171-179, Gesta Berengarii p. 17 und die in der Translatio S. Callisti Cisonium a. 854 durch Eberhard, Acta SS. Oct. VI, 444, ausgelassenen Stellen NA. III, 405-407. Vollst. Ausgabe dieser von Holder-Egger SS. XV, 1, 418-422. Zu solcher Verehrung genügte die bloße Existenz des Grabes eines vornehmen oder bekannten Mannes aus alter Zeit, wie recht deutlich die Verehrung Zwentibolds in Süstern zeigt, und die des Meingold in Huy; über dessen ganz fabelhafte und historisch unbrauchbare Vita ←1 ←2 (Acta SS. Feb. II, 191-196, MG. SS. XV, 556-563) s. Dümmler, De Arnulfo p. 201-204. Von den Helden der Sage wurden Waltharius in Novalese, Otger in St. Faron-les-Meaux, Tegernsee und Groß St. Martin zu Cöln verehrt und ihre Geschichte mönchisch gestaltet. Gar wunderbar ist die Geschichte von dem Haimonskinde Reinold (Vita S. Reinoldi, Acta SS. Jan. I, 385-387 und in lateinischen Versen im Annuaire de la Bibliothèque Royale de Bruxelles XII, 239-281), der in Cöln, für seine Sünden büssend, als Steinträger bei einem Kirchenbau arbeitete u. von seinen mißgünstigen Genossen erschlagen wurde; seine angeblich von dort geholten Knochen thaten in Dortmund Wunder. Abh. darüber nebst Abdr. v. Floss, Niederrhein. Ann. XXX (1876) S. 174-203. Gleicher Art ist die von Giesebrecht zur Passio Adalberti beschriebene V. Hugonis aus Jumièges, über die auch schon Ravaisson, Rapports p. 125, Mittheilung gemacht hat; vgl. Gesch. d. Kaiserzeit II, 601.

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