Note 11 — II. Die Karolinger. (continued 3)
Reading edition
Als Verfasser der Annalen nennt ihn Richer im Prolog seiner Geschichte. Ueber deren Glaubwürdigkeit v. Noorden S. 153. E. Büchting, Glaubwürdigkeit Hincmars v. R. im 3. Theil der Ann. Bert. Hall. Diss. 1887. — Hincmari Opuscula et epp. ed. Cordesius, Par. 1615, 4. Opera ed. Sirmond 1645, f. Neuer Abdruck bei Migne Vol. CXXV. CXXVI. Seine Gedichte Poet. Lat. III, 406-420. Verz. bei Schrörs, S. 512-588. Zwei neue entdeckte hat Gundlach herausgegeben, Zts. f. Kirchengesch. X, S. 92-145. 258-310, das Gutachten gegen Rothad, Schrörs n. 134, und die erste Schrift gegen Gotschalk (849 od. 850) an die „filii simplices“ seiner Gemeinde. Vgl. C. v. Noorden, Hincmar Erzb. v. Rheims 1863, rec. von Wenck, Hist. Zts. XI, 222, von Dümmler im Litt. Centralbl. 1864 Sp. 1197. Dümmler, Ostfr. III, 210-213; auch NA. IV, 536-538. Heller, Allg. D. Biogr. XII, 438-456. Schrörs, H. v. R. Sein Leben u. seine Schriften, Freib. 1884, rec. v. Dümmler im Centralbl. 1884, Sp. 1197. In diesen Werken sind auch die übrigen geschichtlich wichtigen Schriften Hincmars besprochen und ausgebeutet. Seine für Karlmann geschriebene Darstellung der Regierungsweise Karls des Großen ist oben S. 252 erwähnt. Vgl. Dirksen, Hinterlassene Schriften II, 130-841: H. als Kenner der Quellen des römischen Rechts. Hincmar befahl seinem Clerus 852 § 8, den compotus d. h. die Osterberechnung zu lernen (Marlot, Hist. Rem. I, 418). Damit verbindet Bock bei Weiß, K. Alfred S. 31, die Inschrift bei Varin, Archives admin. de Reims I, 334, wonach der Probst Sicfarius von Saint-Remi, der kurz vor Hincmar dem Kloster vorstand und Gregors Moralien abschreiben ließ, eine Schule baute: „Huic claustro pollent studio loca compotis apta“ etc. Compotis als Gen. nach Traube, O Roma p. 373. 847 war Sigloardus presb. caput scholae S. Remensis ecclesiae, Marlot I, 390. Polyptyque de l'abb. de St. Remi ed. Guérard p. 57. — Geschichtlich wichtig sind auch die Parteischriften: Narratio clericorum Remensium, qualiter Ebbo Rem. archiep. depositus, mox restitutus ac iterum dejectus est, bei Duchesne II, 340. Bouquet VII, 277, und Apologeticon Ebbonis, Bouquet VII, 281. — Die Translatio S. Remigii, der 882 wegen der Normannen nach Epernai, von da nach Orbais, 883 von Fulco zurückgebracht wurde (Acta SS. Oct. I, 170) enthält fast nichts, was nicht auch bei Flodoard steht. Die griech. Verse im cod. Laudun. 444 sind an Hincmar von Laon gerichtet nach L. Traube, O Roma nob. p. 363.