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Des Feldpredigers Schmelzle Reise nach Flätz mit fortgehenden Noten

Reise nach Flätz. (continued 2)

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Leider blieb ich in diesen jüngsten Tag des Ferments mit allen Sinnen versunken, ohne auf der ganzen Rückreise nach Neusattel mehr zu erleben und zu bemerken, als daß ich daselbst ankam, wo ich zugleich wieder den blinden Passagier seines Weges gehen sah.

Nur mein Bergelchen schaute ich in einem fort unterwegs an, teils um sie noch solange zu sehen, als Leben und Augen dauern, teils um auch bei kleinster Gefahr derselben, es sei nun eine große oder gar ein ganzes hereinstürzendes Goldau und verzehrendes Weltgericht, wenn nicht für sie, doch an ihr zu sterben, und so, verknüpft mit ihr, ein geplagtes und plagendes Leben hinzuwerfen, worin ihr ohnehin nicht die Hälfte meiner Wünsche für sie erfüllt worden.

So wäre denn meine Reise an sich vollendet – gekrönt mit einigen Historiolen – vielleicht künftig noch belohnter durch euch, ihr Freunde um Flätz herum, wenn ihr darin etwa einige gutgeschliffene Jätemesser finden solltet, womit ihr leichter das Lügenunkraut ausreutet, das mich bis jetzt dem wackeren Schabacker verbauet. – Nur sitzt mir noch das verfluchte Ferment im Kopfe. Lebt denn wohl, solange es noch Atmosphären einzuatmen gibt. Ich wollt', ich hätte mir das Ferment aus dem Kopfe geschlagen.

Euer Attila Schmelzle.

NS. Mein Schwager hat seine Sache gut gemacht und Berga tanzt. Künftig das Nähere! – –

Illustration from Des Feldpredigers Schmelzle Reise nach Flätz mit fortgehenden Noten

Gedruckt bei Poeschel & Trepte in Leipzig

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