Note 336 — I. Das Zeitalter des Marquis de Sade. (continued 3)
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Ueber das Opium als sexuelles Stimulans urteilt man heute anders. L. Lewin bemerkt darüber: „Durch einmalige oder nur kurze Zeit gereichte mittlere Opiummengen soll die Geschlechtstätigkeit erhöht werden. Diese Angabe muss insofern als unrichtig angesehen werden, als wohl während des Opiumrausches dem Opiumraucher eine Reihe von wollüstigen Bildern in der abnorm erregten, ungeordneten und wirren Sinnesthätigkeit auftauchen können, dass aber die dadurch hervorgerufenen Erectionen schnell vorübergehen und hiermit wohl nicht eine erhöhte Libido sexualis oder Potentia coeundi verbunden ist. Zu bemerken ist freilich, dass von Opiophagen eine erhebliche Steigerung der geschlechtlichen Funktionen in der ersten Zeit des Opiumgebrauches angegeben wird. Dieselbe macht später einer Impotenz Platz.“ (Artikel „Opium“ in Eulenburg’s „Real-Encyklopädie der gesamten Heilkunde“. Wien und Leipzig 1898 Bd. XVII S. 625.) — In einem der folgenden Bände dieser Studien gedenken wir über die Aphrodisiaca in cultur- und sittengeschichtlicher Beziehung zu handeln.