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Der König der dunklen Kammer

XX.

Hedwig Lachmann translation

Die dunkle Kammer.

Sudarschana

Herr, gib mir die Ehre nicht zurück, die du mir einmal genommen hast! Ich bin die Magd deiner Füße — ich suche kein andres Vorrecht, als dir zu dienen.

König

Wirst du jetzt imstande sein, mich zu ertragen?

Sudarschana

O ja, ja, das werde ich. Dein Anblick stieß mich zurück, weil ich dich im Lustgarten, in meinen fürstlichen Gemächern gesucht hatte: da sieht noch dein geringster Diener gefälliger aus als du. Dieses Fieber des Verlangens hat meine Augen für immer verlassen. Du bist nicht schön, o Herr — du stehst über allem Vergleich!

König

Was mit mir vergleichbar ist, liegt in dir selbst.

Sudarschana

Wenn es so ist, dann ist auch das unvergleichlich. Deine Liebe lebt in mir — du wirst gespiegelt in dieser Liebe, und du siehst dein Antlitz abgebildet in mir: nichts davon mein, es ist alles dein, o Herr!

König

Ich öffne heute die Tür dieser dunklen Kammer — das Spiel hier ist zu Ende! Komm, komm jetzt mit mir, komm hinaus — ins Licht!

Sudarschana

Ehe ich gehe, laß mich dir zu Füßen mich beugen, o Herr des Dunkels, du Grausamer, Furchtbarer, Unvergleichlicher!

ENDE

Anmerkung zur Transkription:

Auf Seite 19 wurde ein doppeltes 'du' entfernt ('wie erklärst du du das ohne einen König?').

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