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Das Buch Henoch

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Andreas Gottlieb Hoffmann translation

Kap. 67

1. Und hierauf gab mir Nachweisung von allem Geheimen in einem Buche mein Großvater Henoch, und die Parabeln, welche ihm gegeben worden waren, und er brachte sie für mich zu den Worten des Buchs der Parabeln.] 2. Und an jenen Tagen antwortete ihm der heilige Michael, indem der sprach zu Raphael: "Die Macht des Geistes ergreift mich und regt mich auf, und zwar wegen der Strenge des geheimen Gerichts, des Gerichts der Engel; wer ist, der vermöchte zu ertragen das strenge Gericht, welches geschah und besteht? Und sie werden zergehen vor demselben." Und es antwortete abermals und sprach der heilige Michael zum heiligen Raphael: "Wer ist, der nicht erweichen ließe sein Herz darüber, und dessen Nieren nicht bewegt würden von dieser Stimme? 3. Gericht ist ergangen über sie von denjenigen, welche sie herausführten auf solche Weise." Und es geschah, als er stand vor dem Herrn der Geister, 4. da sprach also der heilige Michael zu Raphael: "Und ich werde nicht für sie sein bei dem Auge des Herrn; denn der Herr der Geister ist erzürnt gegen sie, weil sie gleich dem Herrn handeln. Darum wird kommen über sie ein geheimes Gericht in Ewigkeit zu Ewigkeit.

Kap. 68

1. Und hierauf wird das Gericht sie in Bestürzung setzen und aufregen; denn dieses zeigten sie denen, welche wohnen auf der Erde." 2. Und siehe die Namen jener Engel! Und dies sind ihre Namen. Der erste derselben ist Semjâzâ, und der andere Ars'tikif, und der dritte Armên, und der vierte Kakabâêl, und der fünfte Tur'êl, und der sechste Rum'jâl, und der siebente Dân'êl, und der achte Nukâêl, und der neunte Berâkêl, und der zehnte Azâz'êl, der 11te Armers, der 12te Batar'jâl, der 13te Basasâêl, der 14te Anân'êl, der 15te Tur'êl, der 16te Simâtisiêl, der 17te Jetar'êl, der 18te Tumâêl, der 19te Tar'êl, der 20te Rumâêl, der 21te Izêzêêl. 3. Und dies sind die Häupter ihrer Engel, und die Namen der Anführer ihrer Hunderte, und der Anführer ihrer Fünfzige, und der Anführer ihren Zehner. 4. Der Name des ersten ist Jekun. Und dieser war es, welcher verführte alle Söhne der heiligen Engel, und sie herabsteigen hieß auf die Erde, und sie verführte zur Erzeugung von Menschen. 5. Und der zweite Name ist Asb'êl; dieser gab üblen Rat den Söhnen der heiligen Engel, und verführte sie, zu verderben ihren Leib durch Erzeugung von Menschen. 6. Und des dritten Name ist Gâderêl; das ist derjenige, welcher zeigte alle Schläge des Todes den Menschenkindern. 7. Er verführte Eva, und zeigte die Werkzeuge des Todes den Menschenkindern, und den Schild, und den Panzer, und das Schwert zum Morden, und alle Werkzeuge des Todes den Menschenkindern. 8. Und aus seiner Hand gingen sie aus über die, welche wohnen auf Erden, von jener Zeit und in Ewigkeit. 9. Und des vierten Name ist Tênêmue. Dieser zeigte den Menschenkindern Bitteres und Süßes, 10. und zeigte ihnen alle Geheimnisse ihrer Weisheit. 11. Und er lehrte die Menschen das Schreiben und zwar mit Dinte und Papier. 12. Und deshalb sind zahlreich diejenigen, welche irre gehen, von Ewigkeit in Ewigkeit und bis auf diesen Tag. 13. Denn nicht geboren wurden die Menschen dazu, so mit Feder und mit Dinte zu bekräftigen ihre Treue. 14. Denn sie wurden nur geschaffen, gleich Engeln gerecht und rein zu bleiben. 15. Und der Tod, welcher Alles zerstört, würde nicht getroffen haben diejenigen, 16. welche durch diese ihre Kenntnis untergehen; und deshalb verzehrt mich die Macht. 17. Und des fünften Name ist Kasedjâe. Dieser zeigte den Menschenkindern alle bösen Schläge der Geister und der Dämonen, 18. und die Schläge des Embryo im Mutterschoß, um zu zermalmen, und die Schläge des Geistes, die Bisse der Schlange, und den Schlag, welcher ist am Mittage, die Brut der Schlange, deren Name ist Tabâet. 19. Und dies ist die Zahl des Kesbeêl, die Summe des Schwurs, welche er zeigte den Heiligen, als er wohnte oben in Herrlichkeit, 20. und sein Name ist Bekâ. Und dieser sprach zum heiligen Michael, ihnen zu zeigen den geheimen Namen, damit sie sähen jenen geheimen Namen, und damit sie sich erinnerten des Schwurs, damit erzittern möchten vor diesem Namen und Schwur diejenigen, welche anzeigten den Menschenkindern jegliches Geheimnis. 21. Und dies ist die Kraft jenes Schwures, denn mächtig ist er und stark. 22. Und er legte diesen Schwur Akâe in die Hand des heiligen Michael. 23. Und dies sind die Geheimnisse dieses Schwurs, und sie wurden bekräftigt durch seinen Schwur. 24. Und der Himmel wurde aufgehängt, bevor die Welt geschaffen wurde, und bis in Ewigkeit. 25. Und durch ihn schwebt die Erde über dem Wasser, und aus dem Verborgenen der Berge kommen den Lebenden die schönen Wasser, von der Schöpfung der Welt und bis in Ewigkeit. 26. Und durch diesen Schwur wurde geschaffen das Meer und sein Grund. 27. Zur Zeit der Wut legte es jenen Sand, und nicht änderte es sich von der Schöpfung der Welt und bis in Ewigkeit, und durch diesen Schwur sind die Abgründe befestigt und stehen, und nicht bewegen sie sich von ihrer Stelle in Ewigkeit und bis in Ewigkeit. 28. Und durch diesen Schwur vollbringen Sonne und Mond ihren Lauf und weichen nicht von ihrem Befehl, von Ewigkeit und bis in Ewigkeit. 29. Und durch diesen Schwur vollbringen die Sterne ihren Lauf. 30. Und ihre Namen ruft er und sie antworten ihm von Ewigkeit und bis in Ewigkeit. 31. Und so (sind) den Wassern ihre Winde, und den Winden und zwar ihnen allen Geister, und ihre Wege wegen jeder Vereinigung der Geister. 32. Und dort werden erhalten die Behältnisse der Stimme des Donners und der Glanz des Blitzes. 33. Und dort werden erhalten die Behältnisse des Hagels und des Reifes, die Behältnisse des Schnees, und die Behältnisse des Regens und des Taues. 34. Und alle diese werden bekennen und loben vor dem Herrn der Geister. 35. Und sie werden rühmen mit aller ihrer Kraft des Dankes, und er nährte sie in allem diesem Danke, und sie werden loben und rühmen und erheben im Namen des Herrn der Geister in Ewigkeit zu Ewigkeit. 36. Und über sie bestätigt er diesen Schwur, und sie werden erhalten durch ihn und ihre Wege werden erhalten, und ihr Lauf läßt nicht nach. 37. Und ihnen wurde große Freude. 38. Und sie priesen, und rühmten, und erhoben, weil ihnen offenbart wurde der Name jenes Menschensohnes. 39. Und er saß auf dem Throne seiner Herrlichkeit, und der Hauptteil des Gerichts wurde gegeben ihm, dem Menschensohn. Und er läßt verschwinden und untergehen die Sünder von der Oberfläche der Erde, und diejenigen, welche sie verführten, werden in Ewigkeit mit Ketten gebunden werden. 40. Und nach ihrer Stufe der Verdorbenheit werden sie eingekerkert werden, und alle ihre Werke sollen verschwinden von der Oberfläche der Erde, und fortan wird nicht dasein ein Verführer; denn jener Mannessohn wurde gesehen und saß auf dem Thron seiner Herrlichkeit. 41. Und alles Böse wird aus seinem Antlitz verschwinden und weichen, und das Wort dieses Mannessohnes wird bestätigt werden vor dem Herrn der Geister. 42. Dies ist die dritte Parabel Henochs.

Kap. 69, Sect. XII

1. Und es geschah hierauf, daß erhoben wurde der lebendige Name bei diesem Menschensohn, bei dem Herrn der Geister, von denen, welche auf der Erde wohnen. 2. Und er wurde erhoben in die Wagen des Geistes, und es ging aus sein Name in ihrer Mitte. 3. Und von diesem Tage an wurde ich nicht gezogen in ihre Mitte, sondern er setzte mich zwischen zwei Geister, zwischen Mitternacht und Abend, wo die Engel nahmen die Schnüre, um mir zu messen einen Ort für die Auserwählten und für die Gerechten. 4. Da sah ich die ersten Väter und die Gerechten, welche von Ewigkeit her an jenem Orte wohnen.

Kap. 70

1. Und es geschah hierauf, daß verborgen wurde mein Geist und aufstieg in die Himmel. Ich sah die Söhne der Engel treten auf Feuerflammen, ihre Kleider und ihr Gewand waren weiß, und glänzend ihr Antlitz wie Kristall. 2. Und ich sah zwei Ströme von Feuer, und der Glanz dieses Feuers glänzte wie der Hyazinth. 3. Und ich fiel auf mein Antlitz vor dem Herrn der Geister. 4. Und der Engel Michael, einer von den Häuptern der Engel, nahm mich bei meiner rechten Hand, und hob mich auf und führte mich hin zu allen Geheimnissen der Gnade und den Geheimnissen der Gerechtigkeit. 5. Und er zeigte mir alle Geheimnisse der Enden des Himmels, und alle Behältnisse der Sterne, und aller Strahlen, von wo sie ausgehen zu dem Antlitz der Heiligen. 6. Und er verbarg den Geist Henochs in dem Himmel der Himmel. 7. Und ich sah dort in der Mitte jenes Glanzes, daß darin Etwas, was erbaut war aus Steinen von Glas, 8. inmitten dieser Steine Zungen von lebendigem Feuer. Und es sah mein Geist eine Umschließung, welche umschloß dieses Haus des Feuers von seinen vier Enden, darin Ströme angefüllt mit lebendigen Feuer, und sie umschlossen dieses Haus. 9. Und es umgaben die Seraphs, die Cherubs und die Ophanin; dies sind diejenigen, welche nicht schlafen, und bewahren den Thron seiner Herrlichkeit. 10. Und ich sah unzählige Engel, Tausende, Tausende von Tausenden, und Myriaden von Myriaden, und sie umgaben jenes Haus. 11. Michael und Raphael und Gabriel und Phenuel und die heiligen Engel, welche in den Himmeln oben, gingen ein und aus in dieses Haus. Und es gingen heraus aus diesem seinem Hause Michael und Gabriel, Raphael und Phenuel, und viele heilige Engel, welche ohne Zahl, 12. und mit ihnen das Haupt der Tage, und sein Haupt (war) wie Wolle weiß und rein, und sein Kleid, daß es nicht zu beschreiben. 13. Und ich fiel auf mein Antlitz, und alle mein Fleisch löste sich und mein Geist wurde verwandelt. 14. Und ich rief aus mit der Stimme, mit dem Geiste der Kraft, und ich pries, rühmte und erhob. 15. Und diese Lobpreisungen, welche gingen aus meinem Munde, waren wohlgefällig vor jenem Haupte der Tage. 16. Und es kam jenes Haupt der Tage mit Michael und Gabriel, Raphael und Phenuel, und den Tausenden von Tausenden, und den Myriaden von Myriaden, Engeln, welche ohne Zahl. 17. Und es kam zu mir jener Engel, und mit seiner Stimme begrüßte er mich und sagte zu mir: "Du bist der Mannessohn, der du geboren bist zur Gerechtigkeit, und Gerechtigkeit ist über dir geblieben. 18. Und die Gerechtigkeit des Hauptes der Tage wird dich nicht verlassen." 19. Und er sagte zu mir: "Er wird dir zurufen Frieden durch seinen Namen für die Welt, die ist; denn von dort ist ausgegangen Friede seit der Schöpfung der Welt. 20. Und so wird er sein dir in Ewigkeit zu Ewigkeit. 21. Und alle, welche sein werden und wandeln werden auf deinem Wege der Gerechtigkeit, werden dich nicht verlassen in Ewigkeit. 22. Und bei dir wird sein ihre Wohnung, und bei dir ihr Teil, und von dir werden sie nicht getrennt werden in Ewigkeit zu Ewigkeit. 23. Und so wird sein Länge der Tage mit jenem Menschensohn. 24. Und Friede wird sein den Gerechten [und sein gerader Weg den Rechtschaffenen] in dem Namen des Herrn der Geister in Ewigkeit zu Ewigkeit.

Kap. 71, Sect. XIII

1. Das Buch des Umlaufs der Lichter des Himmels, eines nach dem andern, wie sie sind, je nach ihren besonderen Abteilungen, einzeln je nach ihrer besonderen Macht, je nach ihrer besonderen Zeit, einzeln nach ihrem besonderen Namen, und nach den Orten ihres Aufgangs, und je nach ihren besonderen Monaten, welche mir zeigte Uriel, der heilige Engel, welcher bei mir war und ihr Führer ist. Und ihr ganzes Verzeichnis, wie es ist, zeigte er mir, und wie jedes Jahr der Welt und bis in Ewigkeit, bis wird gemacht werden ein neues Werk, welches bleiben wird bis in Ewigkeit. 2. Und die ist das erste Gesetz der Lichter. Die Sonne, das Licht kommen durch die Tore des Himmels, welche gegen Morgen, und ihr Untergang ihr Untergang ist in der Toren des Himmels, welche gegen Abend. 3. Ich sah sechs Tore, aus welchen hervorgeht die Sonne, und sechs Tore, wo untergeht die Sonne, 4. - und der Mond geht in diesen Toren auch auf und unter, - und die Führer der Sterne mit denjenigen, welche sie führen, sechs im Morgen und sechs in dem Untergange der Sonne. 5. Und sie alle, eines hinter dem anderen, sind gerade, und viele Fenster zur Rechten und zur Linken dieser Tore. 6. Und zuerst geht hervor das große Licht, dessen Name Sonne, und seine Kugel ist wie die Kugel des Himmels, und ganz ist es angefüllt mit Feuer, welches glänzt und brennt. 7. Den Wagen, worin es aufsteigt, weht der Wind fort. 8. Und untergeht die Sonne vom Himmel, und wendet sich gegen Mitternacht, um nach Morgen zu gehen, und sie wird so geführt, daß sie kommt zu jenem Tore und leuchtet an der Oberfläche des Himmels. 9. So geht sie hervor in dem ersten Monate in dem großen Tore. 10. Und sie geht hervor durch dieses vierte jener sechs Tore, welche gegen Aufgang der Sonne sind. 11. Und in diesem vierten Tore, aus welchem hervorgeht die Sonne in dem ersten Monate, in ihm sind zwölf offene Fenster, aus welchen hervorgeht eine Flamme, wenn sie geöffnet werden zu ihrer Zeit. 12. Wenn die Sonne aufgeht, so geht sie aus dem Himmel hervor durch dieses vierte Tor 30 Tage, und durch das vierte Tor, welches gegen Abend des Himmels, geht sie gerade herab. 13. Und in jenen Tagen verlängert sich der Tag von dem Tage an, und verkürzt sich die Nacht von der Nacht an 30 Morgen lang. Und an jenem Tage ist länger der Tag um zwei als die Nacht. 14. Und es ist der Tag genau zehn Teile und es ist die Nacht acht Teile. 15. Und es geht hervor die Sonne aus diesem vierten Tore und geht unter im vierten, und wendet sich zu dem fünften Tore, welches in Morgen, während 30 Morgen, und sie geht hervor aus ihm und geht unter in dem fünften Tore. 16. Alsdann wird länger der Tag um einen zweiten Teil, und es wird der Tag elf Teile; und es wird kürzer die Nacht und wird sieben Teile. 17. Und die Sonne wendet sich nach Morgen, und kommt zum sechsten Tore, und sie geht auf und geht unter in dem sechsten Tore 31 Morgen, wegen ihres Zeichens. 18. Und an jenem Tage wird länger der Tag als die Nacht; und es wird der Tag das Doppelte der Nacht, und es wird der Tag zwölf Teile. 19. Und es wird kürzer die Nacht und wird sechs Teile. Und es erhebt sich die Sonne, damit kürzer werde der Tag und sich verlängere die Nacht. 20. Und es wendet sich die Sonne nach Morgen und sie kommt zum sechsten Tore, und hervor geht die Sonne daraus und geht unter 30 Morgen. 21. Und wenn vollendet sind 30 Morgen, wird verringert der Tag um einen Teil, und es wird der Tag elf Teile und die Nacht sieben Teile. 22. Und es geht hervor die Sonne von Abend aus jenem sechsten Tore und geht nach Morgen, und geht auf in dem fünften Tore 30 Morgen , und geht unter wiederum in Abend in dem fünften Tore, welches in Abend. 23. An diesem Tage wird verringert der Tag um zwei Teile, und es wird der Tag zehn Teile und die Nacht acht Teile. 24. Und es geht hervor die Sonne aus jenem fünften Tore, und geht unter in dem fünften Tore, welches in Abend, und geht auf in dem vierten Tore wegen ihres Zeichens 31 Morgen lang, und geht unter in Abend. 25. An diesem Tage ist gleich geworden der Tag mit der Nacht, und sie ist gleich, und es wird die Nacht neun Teile und der Tag neun Teile. 26. Und es geht die Sonne hervor aus diesem Tore, und geht und geht unter in Abend, und wendet sich zum Morgen, und geht hervor durch das dritte Tor 30 Morgen, und geht unter in Abend in dem dritten Tore. 27. Und an diesem Tage wird länger die Nacht von dem Tage an während 30 Morgen, und kürzer wird der Tag von dem Tage an während 30 Tagen, und es wird die Nacht genau zehn Teile und der Tag acht Teile. 28. Und es geht die Sonne hervor aus jenem dritten Tore, und geht unter in dem dritten Tore in Abend, und wendet sich gegen Aufgang, und es geht hervor die Sonne durch das zweite Tor des Aufgangs 30 Morgen. 29. Und so geht sie unter in dem zweiten Tore im Abend des Himmels. 30. Und an jenem Tage wird die Nacht elf Teile und der Tag sieben Teile. 31. Und es geht hervor die Sonne an jenem Tage aus dem zweiten Tore, und geht unter in Abend in dem zweiten Tore, und wendet sich gegen Aufgang in das erste Tor 31 Morgen, 32. und geht unter in Abend in dem ersten Tore. 33. Und an jenem Tage verlängert sich die Nacht und wird das Doppelte des Tages. 34. Und es wird die Nacht genau zwölf Teile und der Tag sechs Teile. 35. Und es erreichte die Sonne ihre Höhen, und ein zweites Mal macht sie ihren Umlauf über diese ihre Höhen. 36. Und sie kommt in jenes Tor 30 Morgen, und in Abend ihm gegenüber geht sie unter. 37. Und an jenem Tage wird kürzer die Nacht von ihrer Länge um eine Hand [das ist um einen Teil], und sie wird elf Teile, 38. und der Tag sieben Teile. 39. Und es wendet sich die Sonne und kommt zu dem zweiten Tore, welches in Aufgang. 40. Und sie wendet sich über diese ihre Höhen 30 Morgen, geht auf und geht unter. 41. Und an diesem Tage wird kürzer die Nacht von ihrer Länge, und es wird die Nacht zehn Teile und der Tag acht Teile. Und an diesem Tage geht hervor die Sonne aus jenem zweiten Tore, und geht unter in Abend; und sie wendet sich gegen Aufgang, und geht auf [in Morgen] in dem dritten Tore 31 Morgen, und geht unter in dem Abend des Himmels. 42. Und an diesem Tage wird verringert die Nacht, und sie wird neun Teile und der Tag wird neun Teile. Und gleich wird die Nacht mit dem Tage. Und es wird das Jahr genau 364 Tage. 43. Und die Länge des Tages und der Nacht, und die Kürze des Tages und der Nacht werden durch diesen Lauf der Sonne verschieden. 44. Wegen dieses ihres Laufes wird verlängert der Tag von dem Tage an, und die Nacht von der Nacht an genähert. 45. Und dies ist das Gesetz und der Lauf der Sonne und ihre Wende. Wenn sie sich wendet, so wendet sie sich dahin, wo 60, und geht hervor. Dies ist das große Licht, welches in Ewigkeit, welches man nennt Sonne in Ewigkeit zu Ewigkeit. 46. Und die ist das, was hervorgeht, ein großes Licht, welches man nennt nach seiner Erscheinung, wie befohlen hat der Herr. 47. Und so geht sie aus und ein, und wird nicht verringert, und ruht nicht, sondern läuft Tag und Nacht in ihrem Wagen, und ihr Licht erleuchtet sieben Teile von dem Monde, und die Größen Beider sind ein Paar.

Kap. 72, Sect. XIV

1. Und nach diesem Gesetz sah ich ein anderes Gesetz eines kleinen Lichtes, dessen Name Mond, und seine Kugel wie die Kugel des Himmels. 2. Und seinen Wagen, worin es aufsteigt, weht der Wind fort, und nach Maß wird ihm gegeben Licht. 3. Und in jedem Monate wird sein Aufgang und sein Untergang verändert, und seine Tage sind wie die Tage der Sonne. Und wenn gleich geworden ist sein Licht, so ist sein Licht sieben Teile von dem Licht der Sonne. 4. Und so geht es auf, und sein Anfang ist gegen Morgen. 5. Und an jenem Tage wird es gesehen, und es wird für euch der Anfang des Mondes 30 Morgen mit der Sonne in dem Tore, aus welchem hervorgeht die Sonne. 6. Und seine entfernte Hälfte ist sieben Teile und einer; und seine ganze Kugel ist leer, daß darin kein Licht - außer seinem siebten Teile - von den 14 Teilen seines Lichtes. Und an einem Tage empfängt er einen siebten Teil; und die Hälfte seines Lichtes wird sein Licht; in den sieben und den sieben Teilen ist einer; seine Hälfte geht unter mit der Sonne. 7. Und wenn aufgeht die Sonne [so ist in jedem der einzelnen sieben Teile vollständig seine ganze Finsternis, und in jedem der einzelnen sieben Teile ist vollständig sein ganzes Licht, im Aufgange und im Untergange], aufgeht der Mond mit ihr, und nimmt an die Hälfte eines Teiles des Lichtes. 8. Und in jener Nacht, in dem Anfange seines Morgens, vor dem Tage des Mondes, geht der Mond unter mit der Sonne. 9. Und er ist dunkel in jener Nacht in den sieben und den sieben Teilen und eines halben, und er geht auf an jenem Tage genau einen siebten Teil, und geht hervor und weicht ab von dem Aufgange der Sonne. 10. Und er macht leuchtend in seinen übrigen Tagen die sieben und die sieben Teile.

Kap. 73

1. Und einen anderen Lauf und Gesetz sah ich für ihn, welches in jenem Gesetze machte der Lauf der Monate. Und alles zeigte mir Uriel, der heilige Engel, welcher ist der Führer von ihnen allen. 2. Und ihren Stand schrieb ich auf, so wie er ihn mir zeigte. 3. Und ich schrieb auf ihre Monate, so wie sie sind, und das Aussehen ihres Lichtes, bis erfüllt sind 15 Tage. 4. In einem jeden der einzelnen sieben Teile macht er voll sein ganzes Licht im Aufgange, und in jedem der einzelnen sieben Teile macht er voll seine ganze Finsternis im Untergange. 5. Und in bestimmten Monaten geht sein Lauf einzeln, und in zwei geht der Mond unter mit der Sonne in den zwei Toren, welche in der Mitte sind, in dem dritten und in dem vierten Tore. Er geht hervor sieben Tage und macht seinen Kreislauf, 6. und wendet sich wiederum zu dem Tore, woraus hervorgeht die Sonne, und in diesem macht er voll sein ganzes Licht. Und er weicht ab von der Sonne, und kommt acht Tage in das sechste Tor, aus welchem hervorgeht die Sonne. 7. Und wenn hervorgeht die Sonne aus dem vierten Tore, geht er hervor sieben Tage, bis sie hervorgeht aus dem fünften. 8. Und wiederum wendet er sich sieben Tage zu dem vierten Tore, und er macht voll sein ganzes Licht, und er weicht ab, und kommt durch das erste Tor acht Tage. 9. Und wiederum wendet er sich sieben Tage zu dem vierten Tore, aus welchem hervorgeht die Sonne. 10. So sah ich ihren Stand, so wie nach der Ordnung ihrer Monate aufgeht und untergeht die Sonne. 11. Und zu diesen Tagen werden hinzugefügt in fünf Jahren 30 Tage und kommen der Sonne zu. Und alle die Tage, welche einem Jahre von diesen fünf Jahren zukommen, betragen 364 Tage, und es kommen ihr von den Sternen sechs Tage zu von den fünf Jahren, je sechs, es kommen ihnen zu 30 Tage, 12. und geringer als die Sonne und die Sterne ist der Mond um 30 Tage. 13. Und der Mond läßt kommen die Jahre genau, sie alle, daß ihr Stand in Ewigkeit weder zuvor eile, noch verziehe um einen Tag, sondern wechseln lasse das Jahr richtig, genau in je 364 Tagen. Drei Jahre haben die Tage 1092, und fünf Jahre 1820 Tage, so wie sind acht Jahren 2912 Tage. 14. Dem Monde allein kommen zu an Tagen für drei Jahre1062 Tage, und in fünf Jahren ist er geringer um 50 Tage [denn an seinem Ausgange werden unter 1000 hinzugefügt 62 Tage], und es sind fünf Jahre 1770 Tage, wie dem Monde für acht Jahre an Tagen 2832 Tage. 15. Denn es sind geringer für acht Jahre seine Tage um 80, und alle Tage, welche er geringer ist von acht Jahren, sind 80 Tage. 16. Und es erfüllt sich das Jahr richtig, je nach ihrem Imstande und dem Imstande der Sonne, welche aufgehen aus den Toren, welche aus ihnen aufgeht und untergeht der Tage 30.

Kap. 74

1. Und Führer der Häupter der Tausende (sind) diejenigen, welche über der ganzen Schöpfung und über allen Sternen, und mit den Vieren (sind), welche hinzugefügt werden, und welche nicht getrennt werden von ihrer Stelle, nach der ganzen Berechnung des Jahres. 2. Und diese bedürfen der vier Tage, welche nicht berechnet sind in der Berechnung des Jahres. 3. Und ihretwegen, über sie, irren die Menschen sehr; denn diese Lichter bedürfen in Wahrheit eine Stelle des Weltlaufes, eine in dem ersten Tore, und eine in dem dritten Tore, und eine in dem vierten, und eine in dem sechsten Tore. 4. Und es wird vollendet die Genauigkeit des Weltlaufes bei jeder 364ten Stelle des Weltlaufes. Denn die Zeichen 5. und die Zeiten, 6. und die Jahre, 7. und die Tage zeigte mir Uriel, der Engel, welchen setzte der Herr der Herrlichkeit, der in Ewigkeit ist, über alle Lichter des Himmels 8. am Himmel und in der Welt, daß sie regierten an der Oberfläche des Himmels, und erschienen über der Erde, und würden 9. zu Führern des Tages und der Nacht: die Sonne, und den Mond, und die Sterne, und alle Diener des Himmels, welche ihren Umlauf machen mit allen Wagen des Himmels. 10. So zeigte zwölf offene Tore Uriel mir für das Umkreisen der Wagen der Sonne am Himmel, aus welchen hervorgehen die Füße der Sonne. 11. Und von ihnen geht aus Wärme auf die Erde, wenn sie geöffnet werden in den Zeiten, welche ihnen bestimmt sind, und für die Winde, und für den Geist des Taues, wenn geöffnet werden in den Zeiten die Öffnungen an den Himmeln über den Enden. 12. Zwölf Tore sah ich am Himmel an den Enden der Erde, aus welchen hervorgehen Sonne, und Mond, und Sterne, und alle Werke des Himmels vom Aufgange und vom Untergange. 13. Und viele Fenster sind geöffnet auf ihrer rechten und auf ihrer linken Seite. 14. Und eines der Fenster macht zu seiner Zeit heiß die Hitze, wie jene Tore, aus welchen hervorgehen die Sterne nach ihrem Gesetze, und in welchen sie untergehen nach ihrer Zahl. 15. Und ich sah die Wagen am Himmel laufen in die Welt oberhalb und unterhalb jener Tore, in welchen sich wenden die Sterne, welche nicht untergehen. Und einer ist größer, als sie alle, und dieser geht um die ganze Welt.

Kap. 75, Sect. XV

1. Und an den Enden der Erde sah ich zwölf Tore geöffnet für alle Winde, aus welchen hervorgehen die Winde und wehen über die Erde. 2. Drei von ihnen sind geöffnet im Antlitz des Himmels, und drei im Untergang, und drei zur Rechten des Himmels, und drei zur Linken. Und die drei ersten sind diejenigen, welche gegen Morgen, und drei gegen Mitternacht, und drei, hinter denen zur Linken, gegen Mittag, und drei gegen Abend. 3. Durch vier ihnen gehen hervor Winde des Segens und des Heils. Und aus den acht übrigen gehen hervor Winde der Züchtigung; wenn sie gesendet werden, verderben sie die ganze Erde und das Wasser, welches auf derselben, und alle, welche wohnen auf ihr, und alles, was im Wasser ist und auf der Erde.

Fig. A

4. Und es geht hervor der erste Wind aus jenem der Tore, dessen Name morgendliches ist, durch das erste Tor gegen Morgen, welches sich gegen Mittag neigt. Es gehen hervor aus ihm Vernichtung, Dürre und Hitze und Verderben. 5. Und durch das zweite Tor, das mittlere, geht hervor Klarheit; und es gehen hervor aus ihm Regen, und Fruchtbarkeit, und Heil, und Tau. Und durch das dritte Tor, welches gegen Mitternacht, geht hervor Kälte und Dürre. 6. Und nach diesen die Winde in der Richtung des Mittags gehen hervor durch drei erste Tore; durch das erste Tor von denselben, welches sich neigt gegen Aufgang, geht hervor Wind der Hitze. 7. Und durch das Tor, bei welchem die Mitte, aus ihm geht hervor angenehmer Geruch, und Tau, und Regen, und Heil, und Leben. 8. Und durch das dritte Tor, welches gegen Untergang, von ihm geht hervor Tau, und Regen, und Heuschrecken, und Vernichtung. 9. Und nach diesen die Winde, welche gegen Mitternacht [deren Name Meer], aus [Toren]. Das siebte Tor, welches nach dem zu, welches sich gegen Mittag neigt; aus diesem geht hervor Tau und Regen, Heuschrecken und Vernichtung. Und aus dem mittleren, geraden Tore, aus ihm geht hervor Regen, und Tau, und Leben, und Heil. Und durch das dritte Tor, welches gegen Untergang, welches sich neigt gegen Mitternacht, und aus ihm gehen hervor Nebel, und Reif, und Schnee, und Regen, und Tau, und Heuschrecken. 10. Und nach diesen viertens die Winde, welche gegen Abend. Durch das erste Tor, welches sich neigt gegen Mitternacht, und von ihm geht hervor Tau, und Regen, und Reif, und Kälte, und Schnee, und Kühlung; und aus dem mittleren Tore geht hervor Tau und Regen, Heil und Segen. 11. Und durch das letzte Tor, welches gegen Mittag, aus ihm geht hervor Dürre, Vernichtung, Glut und Verderben. 12. Und zu Ende sind die zwölf Tore, welche den vier Toren des Himmels. 13. Und alle ihre Gesetze, alle ihre Züchtigung und ihr Heil habe ich dir gezeigt, mein Sohn Methusalah!

Kap. 76

1. Sie nennen ihn den ersten Wind den morgendlichen, weil er der erste ist. 2. Und sie nennen den zweiten den Süd, weil der Erhabene dort herabsteigt, und vorzüglich dort herabsteigt der Gepriesene in Ewigkeit. 3. Und der Wind, welcher von Abend, sein Name ist Mangel, weil dort sich verringern alle Lichter des Himmels und herabsteigen.

Fig. B

4. Und der vierte Wind, dessen Name Nord, ist in drei Teile geteilt; einer von ihnen ist für die Wohnung des Menschen; und der andere für die Meere des Wassers, und in den Tälern und im Walde, und in den Flüssen, und im Dunkel und im Schnee; und der dritte Teil im Garten der Gerechtigkeit. 5. Sieben hohe Berge sah ich, welche höher als alle Berge, die auf der Erde; und von ihnen geht hervor Reif, und es gehen dahin und vergehen Tage und Zeiten und Jahre. 6. Sieben Flüsse auf Erden sah ich, größer als alle Flüsse; einer von ihnen kommt von Abend, in das große Meer ergießt sich sein Wasser. 7. Und andere zwei kommen von Mitternacht zu dem Meere, und es ergießt sich ihr Wasser in das Erythräische Meer in Aufgang. Und die, welche übrig bleiben, vier, gehen hervor durch die Höhle von Mitternacht zu ihrem Meere, dem erythräischen Meere, und zwei ergießen sich in das große Meer, und sie sagen, dort ist Wüste. 8. Sieben große Inseln sah ich in dem Meere und auf der Erde; zwei auf der Erde und fünf in dem großen Meere.

Kap. 77

1. Die Namen der Sonne sind so: einer Orjârês und ihr zweiter Tomâs'sa. 2. Und der Mond hat vier Namen; sein erster Name ist Aënjâ, und der zweite Eblâ; der dritte Bënâsê, und der vierte Erâë. 3. Dies sind die zwei großen Lichter, deren Kugeln wie die Kugel des Himmels, und die Größen von ihnen sind beide gleich. 4. In der Kugel der Sonne (sind) sieben Teile des Lichtes, welches gegeben wird in sie von dem Monde. Und nach Maß dringt es ein, bis ausgegangen ist ein siebter Teil der Sonne. Und sie gehen unter und kommen in die Tore des Abends, und gehen herum durch Mitternacht und durch die Tore des Aufganges gehen sie hervor über die Oberfläche des Himmels. 5. Und wenn sich erhebt der Mond, so erscheint er am Himmel, und die Hälfte eines siebten Teils des Lichtes ist in ihm. 6. Und in 14 wird voll sein ganzes Licht. 7. Und drei Fünftel des Lichts dringen ein in ihn, bis in 15 voll ist sein Licht nach dem Zeichen des Jahres, und er wird drei Fünftel. 8. Und es wird der Mond durch die Hälfte eines siebten Teiles. 9. Und bei seinem Abnehmen an dem ersten Tage verringert sich um den 14ten Teil sein Licht, und an dem zweiten verringert es sich um den13ten Teil, und am dritten verringert es sich um den zwölften Teil, und an dem vierten verringert es sich um den elften Teil, und an dem fünften verringert es sich um den zehnten Teil, und an dem sechsten verringert es sich um den neunten Teil, und an dem siebten verringert es sich um den achten Teil, und an dem achten verringert es sich um den siebten Teil, und an dem neunten verringert es sich um den sechsten Teil, und an dem zehnten verringert es sich um den fünften Teil, und an dem elften verringert es sich um den vierten, und an dem zwölften verringert es sich [um den dritten Teil, und an dem 13ten Tage verringert es sich] um den zweiten Teil, und an dem 14ten verringert es sich um die Hälfte eines siebten Teiles, und sein ganzes Licht an dem 15ten Tage ist zu Ende, was übrig war von allem. 10.Und in bestimmten Monaten werden 29 Tage dem Monde. 11. Und in ihm ist eine Zeit, wo 28. 12. Und eine andere Anordnung zeigte mir Uriel, wenn Licht gebracht wird in den Mond, und woher es gebracht wird aus der Sonne. 13. Die ganze Zeit, welche der Mond fortschreitet in seinem Lichte, tritt er vor die Sonne, bis in 14 Tagen voll wird sein Licht am Himmel. 14. Und wenn zu Ende ist alles, so hört auf sein Licht am Himmel, und der erste Tag wird Neumond genannt; denn an diesem Tage wird gebracht über ihn Licht. 15. Und er wird voll genau an dem Tage, wo herabsteigt die Sonne in den Abend, und von Aufgang her er aufsteigt in der Nacht, 16. und es leuchtet der Mond in der ganzen Nacht, bis die Sonne aufgeht vor ihm, und es wird gesehen der Mond vor der Sonne. 17. Und wo kommt Licht zu dem Monde, von da verringert es sich wiederum, bis verschwunden ist sein ganzes Licht und vergehen die Tage des Mondes, 18. und es bleibt seine Kugel leer, ohne Licht. 19. Und drei Monate macht er zu 30 Tagen in seiner Zeit, und drei Monate macht er, jeden einzelnen zu 29 Tagen, in welchen er macht seine Verringerung, in seiner ersten Zeit und in dem ersten Tore, in 177 Tagen. 20. Und zu der Zeit seines Ausganges erscheint er drei Monate je in [30 Tagen, und drei Monate erscheint er je in] 29 Tagen. 21. In der Nacht erscheint er je in 20, wie ein Mann, und am Tage wie Himmel; denn etwas anderes ist nicht in ihm außer sein Licht.

Kap. 78

1. Und nun, mein Sohn Methusalah, habe ich dir gezeigt alles, und vollendet ist die ganze Ordnung der Sterne des Himmels. 2. Und er zeigte mir alle ihre Ordnungen, welche an allen Tagen und in jeder Zeit, welche unter jeder Macht, und in jedem Jahre, und zwar in seinem Ausgange und in seinem Gesetz, in jedem Monate und in allen Wochen, und die Verringerung des Mondes, welche bewirkt wird im sechsten Tore - denn in diesem sechsten Tore geht zu Ende sein Licht, 3. und von ihm ist der Anfang des Mondes - und seine Verringerung, welche bewirkt wird im ersten Tore in seiner Zeit, bis zu Ende sind 177 Tage, nach der Ordnung von Wochen 25, und 2 Tage, 4. und welcher geringer ist als die Sonne, nach der Ordnung der Sterne, genau um fünf Tage in Einer Zeit, 5. und wenn zu Ende ist jene Stelle, welche du siehst. So (ist) das Bild und die Gestalt von jedem Lichte, welches mir zeigte Uriel, der große Engel, welcher ihr Führer ist.

Kap. 79

1. Und in jenen Tagen antwortete mir Uriel und sagte zu mir: "Siehe ich habe dir gezeigt alles, o Henoch! 2. Und alles offenbarte ich dir, Du siehst jene Sonne, und jenen Mond und diejenigen, welche führen die Sterne des Himmels, und alle die, welche verursachen ihre Wirkung und ihre Zeiten und ihren Ausgang. 3. Und in den Tagen der Sünder werden die Winter verkürzt werden, 4. und ihr Same wird nicht sein lässig in ihrer Erde und auf ihren Triften, und jedes Werk, was auf der Erde, wird umgekehrt und nicht gesehen werden zu seiner Zeit, und der Regen wird zurückgehalten werden und der Himmel still stehen. 5. Und in jenen Zeiten wird die Frucht der Erde lässig sein, und nicht sprossen in ihrer Zeit, und die Frucht des Baumes wird zurückgehalten werden in ihrer Zeit. 6. Und der Mond wird verändern seine Ordnung, und nicht gesehen werden zu seiner Zeit. Und in jenen Tagen wird gesehen werden der Himmel, und Unfruchtbarkeit wird statt finden in den Grenzen der großen Wagen in Abend, und er wird leuchten mehr als die Ordnung des Lichtes, und es werden irren viele Häupter der Sterne der Macht, und diese werden umkehren ihre Wege und Werke. 7. Und es werden nicht erscheinen zu ihrer Zeit diejenigen, welche ihnen befehlen, und alle Ordnungen der Sterne werden verschlossen werden über den Sündern. 8. Und die Gedanken derjenigen, welche wohnen auf Erden, werden irren über sie, und sie werden abgewendet werden von allen ihren Wegen, 9. und sie werden irren und sie halten für Götter, und es wird groß werden über ihnen das Elend. 10. Und Strafe wird kommen über sie, auf daß er sie vernichte, sie alle."

Kap.80

1. Und er sagte zu mir: "O Henoch, betrachte das Buch, welches herabtröpfelte der Himmel, und lies das, was geschrieben ist darin, und vernimm jedes Einzelne." 2. Und ich betrachtete alles in dem Getröpfel des Himmels, und las alles, was geschrieben war, und vernahm alles, und las das Buch, und alles was geschrieben war darin, und alle Werke des Menschenkinder 3. und aller Kinder des Fleisches, welche auf der Erde, bis zur Wiedergeburt der Welt. 4. Hierauf sogleich pries ich den Herrn, den König der Herrlichkeit, wie er gemacht hat das ganze Werk der Welt. 5. Und ich rühmte den Herrn wegen seiner Geduld und seines Segens über die Kinder der Welt. 6. Und zu der Zeit sprach ich: "Gesegnet ist der Mann, welcher stirbt gerecht und gut, und über welchen ein Verzeichnis von Unrecht gar nicht geschrieben, und an welchem nicht gefunden worden ist Verbrechen!" 7. Und jene 3 Heilige brachten mich nahe, und setzten mich auf die Erde vor die Tür meines Hauses. 8. Und sie sagten zu mir: "Zeige alles dem Methusalah, deinem Sohn, und zeige alles deinen Kindern, daß nicht gerechtfertigt werden wird alles, was Fleisch ist, vor dem Herrn; denn er ist ihr Schöpfer. 9. Ein Jahr werden wir dich lassen bei deinen Kindern, bis du wieder kräftig bist, auf daß du belehrst deine Kinder, und schreibst für sie, und verkündigst allen deinen Kindern. Und in dem anderen Jahre werden sie dich nehmen aus ihrer Mitte, und sich stärken wird dein Herz. Denn die Guten werden den Guten bekannt machen die Gerechtigkeit, der Gerechte wird mit dem Gerechten sich freuen, und sie werden bekennen unter einander, und der Sünder wird mit dem Sünder sterben, 10. und der Verkehrte wird mit dem Verkehrten ersäuft werden. 11. Und diejenigen, welche gerecht handeln, werden sterben wegen der Werke der Menschen, und werden versammelt werden wegen der Werke der Gottlosen." 12. Und in jenen Tagen hörten sie auf, sich zu unterreden mit mir, 13. und ich kam zu meinen Nebenmenschen, indem ich pries den Herrn der Welten.

Kap. 81

1. "Und nun, mein Sohn Methusalah, alles dieses sage ich dir, und schreibe ich für dich, und alles offenbarte ich dir, und ich gab dir die Bücher von allem diesem. 2. Bewahre, mein Sohn Methusalah, die Bücher von der Hand deines Vaters, und daß du sie gebest den Geschlechtern der Welt. 3. Weisheit habe ich gegeben dir und deinen Kindern, und denen, welche dir sein werden als Kinder, damit sei ihren Kindern, und auf Geschlecht zu Geschlecht bis in Ewigkeit, diese Weisheit über ihre Gedanken. Und nicht schlafen werden diejenigen, welche sie verstehen, und hören mit ihrem Ohr, damit sie lernen diese Weisheit und würdig werden der Speisen, welche gut denen, die (sie) essen. 4. Gesegnet sind alle Gerechten, gesegnet alle, welche wandeln auf dem Wege der Gerechtigkeit, und an welchen nicht ist Sünde gleich den Sündern, bei der Zählung aller ihre Tage!" 5. Anlangend das Gehen der Sonne am Himmel: durch die Pforten geht sie ein und aus 30 Tage, mit den Häuptern von 1000 jener Ordnungen der Sterne, mit den vier, welche hinzugefügt werden, und trennen die vier Teile des Jahres, welche sie führen, und mit ihnen kommen vier Tage. 6. Ihretwegen irren die Menschen sehr, und berechnen sie nicht in der Rechnung jedes Weltlaufes; denn sie irren sehr über sie, und nicht zeigen sie die Menschen genau an. Denn sie sind in der Rechnung des Weltlaufes [des Jahres], und wahrlich sind diese eingefügt für immer, einer in dem ersten Tore, und einer in dem dritten, und einer in dem vierten, und einer in dem sechsten. 7. Und es wird vollendet das Jahr in 364. 8. Und wahrlich richtig ist die Stelle und genau die Berechnung dessen, was eingefügt ist. Denn die Lichter, und die Monate, die bestimmten Zeiten, die Jahre und die Tage zeigte mir und hauchte über mich Uriel, welchen befehligte für mich der Herr aller Schöpfung der Welt nach der Macht des Himmels und der Herrschaft in ihm über Tag und über Nacht, zu zeigen das Licht über den Menschen, die Sonne, den Mond und die Sterne und alle Mächte des Himmels, welche sich umdrehen mit ihren Kugeln. 9. Und dies sind die Ordnungen der Sterne, welche untergehen in ihren Orten und in ihren Zeiten, und in ihren bestimmten Tagen, und in ihren Monaten; 10. und dies sind die Namen derjenigen, welche sie führen, derjenigen, welche wachen und kommen in ihren Zeiten, und in ihren Ordnungen und in ihren Perioden, und in ihren Monaten, und in ihren Herrschaften, und in ihren Orten: 11. Vier Führer derselben kommen zuerst, welche trennen die vier Teile des Jahres, und nach ihnen 12 Führer derjenigen Ordnungen, welche teilen die Monate und das Jahr in 364, mit den Häuptern von 1000, welche scheiden die Tage, auch die 4, welche hinzugefügt werden unter sie, deren Führer trennen die 4 Abteilungen der Jahre. 12. Und diese Häupter von 1000 sind in der Mitte der Führer, und der Führenden, - hinzugefügt wird einer nach der Stelle, - und ihre Führer trennen. Und dies sind die Namen der Führer, welche trennen die vier Abteilungen des Jahres, welche verordnet sind: Melkeêl, Helemmêlêk, 13. Mêl'êjal und Nârêl; 14. und die Namen derjenigen, welche sie führen: Adnâr'êl, Ijasusâêl und Ijelumiêl. 15. Dies sind die drei, welche folgen nach den Führern der Ordnungen, und einer folgt nach den drei Führern der Ordnungen, welche folgen nach jenen Führern der Stellen, welche trennen die vier Teile des Jahres. 16. In dem ersten des Jahres geht zuerst auf und regiert Melk'jâl, welcher auch genannt wird Tamaâ und Sonne (Zahaj), 17. und alle Tage, welche in seiner Macht, welche er regiert, sind 91 Tage. 18. Und dieses sind die Zeichen der Tage; welche gesehen werden auf Erden in den Tagen seiner Macht: Schweiß und Hitze und Sorge. Und alle Bäume bringen Frucht, das Laub geht hervor an jedem Baume, und der Honig des Weizens, und die Blume der Rose und alle Blumen blühen auf dem Felde, und die Bäume des Winters werden trocken. 19. Und diese sind die Namen der Führer, welche unter ihnen: Berk'êl, Zêlb'sâêl, und ein anderes hinzugefügtes Haupt von 1000, dessen Name Hêlojâsêf. Und zu Ende sind die Tage der Macht jenes anderen Führers, welcher nach ihnen, Helemmêlêk, welchem sie zurufen seinen Namen: glänzende Sonne (Zahaj), 20. und alle Tage seines Lichtes sind 91 Tage. 21. Und dies sind die Zeichen der Tage, welche auf der Erde: Hitze und Dürre, und die Bäume bringen hervor ihre Frucht, erhitzt und gekocht, und geben ihre Frucht, daß sie trockne. 22. Und die Herden sind folgsam und empfangen. Und sie sammeln alle Früchte der Erde, und alles, was ist auf den Äckern, und die Kelter des Weins wird gekeltert. Und dies ist in den Tagen seiner Macht. 23. Und dies sind ihre Namen und ihre Ordnungen und ihre Führer, welche unter denen, welche Häupter (sind) von Tausend: Gêdâêl und Kêêl und Hêêl. 24. Und der Name dessen, welcher hinzugefügt ist zu ihnen, des Führers von 1000, (ist) Asph'êl. 25. Und zu Ende sind die Tage seiner Macht.

Kap. 82, Sect. XVI

1. Und nun habe ich dir gezeigt, mein Sohn Methusalah, alle Gesichte, welche ich sah vor dir. Ich will erzählen. Zwei Gesichte sah ich, ehe ich nahm ein Weib, und das eine von ihnen ist nicht gleich dem anderen, 2. das erste, als ich lernte Schrift, und das andere, ehe ich nahm deine Mutter. Ich sah mächtige Gesichte, 3. und ihretwegen flehte ich zu dem Herrn. 4. Ich ruhte in dem Hause Malâleêl's, meines Großvaters; ich sah in einem Gesicht, der Himmel wurde gereinigt und hinweggenommen. 5. Und ich fiel auf die Erde; und als ich fiel auf die Erde, sah ich die Erde, daß sie verschlungen wurde in einen großen Abgrund, und Berge hingen über Bergen, 6. und Hügel sanken auf Hügel, und hohe Bäume wurden abgehauen von ihren Stämmen, und wurden hinabgeworfen, und sanken in den Abgrund. 7. Und deshalb fiel nieder das Wort in meinem Munde, und ich erhob ein Geschrei und sprach: "vernichtet ist die Erde!" Und Malaleel, mein Großvater, richtete mich auf, als ich ihm zugerufen hatte, und sprach zu mir: "Warum schreist du so mein Sohn? und warum wehklagst du so?" 8. Und ich erzählte ihm das ganze Gesicht, welches ich gesehen hatte, und er sagte zu mir: "Schweres sahst du, mein Sohn! 9. und mächtig ist das Gesicht deines Traumes von allen geheimen Sünden der Erde; und hinabgestürzt wird sie in die Abgründe und geht unter im großen Untergange. 10. Und nun, mein Sohn, erhebe dich und flehe zu dem Herrn der Herrlichkeit, - denn du bist treu, - daß übrig bleibe ein Rest auf Erden, und daß er nicht verderbe die ganze Erde. Mein Sohn, vom Himmel geschieht alles dieses auf Erden, und auf Erden wird sein ein großer Untergang." 11. Und alsdann erhob ich mich, und betete, und flehte, und mein Gebet schrieb ich auf für die Geschlechter der Welt. und alles zeigte ich dir, mein Sohn Methusalah! 12. Und als ich herausging unten, und sah den Himmel und die Sonne hervorgehen von Morgen, und den Mond herabsteigen gegen Abend, und einzelne Sterne und die ganze Erde, und alles, was er gekannt hat vom Anfange: pries ich den Herrn des Gerichts, und ihm legte ich Größe bei; denn er läßt hervorgehen die Sonne aus den Fenstern des Aufganges, und sie steigt und geht auf unter dem Antlitze des Himmels, und erhebt sich und geht den Weg, welcher ausersehen ist derselben.

Kap. 83

1. Und ich erhob meine Hände in Gerechtigkeit und pries den Heiligen und Großen. Und ich sprach mit dem Atem meines Mundes und mit der Zunge des Fleisches, welche gemacht hat Gott den Kindern des Fleisches, den Menschen, auf daß sie redeten damit - und er begabte sie mit Atem, und Zunge und Mund, auf daß sie redeten damit -: 2. "Gepriesen seist du, o Herr, König, und groß und mächtig in deiner Größe, o Herr aller Geschöpfe des Himmels, König der Könige, und Gott der ganzen Welt, und dein Reich, und dein Königtum, und deine Größe bleibt in Ewigkeit und in Ewigkeit und zu Ewigkeit, 3. und für alle Geschlechter zu Geschlecht ist deine Herrschaft, und alle Himmel sind dein Thron in Ewigkeit, und die ganze Erde der Schemel deiner Füße in Ewigkeit und in Ewigkeit und zu Ewigkeit. 4. Denn du hast gemacht, und du regierst alles, und nicht ist zu schwer dir ein Werk, auch nicht eines [auch nicht eines]. Weisheit geht nicht von dir, und wendet sich nicht von dem Sitze deines Thrones, und nicht von deinem Angesicht, und du, alles weißt und siehst und hörst du, und nichts ist, was verborgen wäre vor dir; denn alle siehst du. 5. Und nun die Engel deiner Himmel haben gesündigt, und auf dem Fleisch von Menschen wird sein dein Zorn bis zu dem Tage des großen Gerichts. 6. Und nun, o Gott, Herr und großer König, flehe ich und bitte ich, zu gewähren mir meine Bitte, daß du übrig lassest mir Nachkommenschaft auf der Erde, und nicht verderbest alles Fleisch von Menschen, 7. und nicht entblößest die Erde, und nicht Untergang sei in Ewigkeit. 8. Und nun, mein Herr, vertilge von der Erde das Fleisch, welches dich erzürnt hat, und das Fleisch der Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit befestige zur Pflanze des Samens in Ewigkeit. Und verbirg nicht dein Angesicht vor dem Gebet deines Knechtes, o Herr!"

Kap. 84, Sect. XVII

1. "Und hierauf sah ich einen anderen Traum, und ganz zeigte ich ihn dir, mein Sohn!" Und es erhob sich Henoch und sprach zu seinem Sohn Methusalah: "Zu dir will ich reden, mein Sohn! Höre mein Wort und neige dein Ohr zu dem Gesicht des Traumes deines Vaters. Ehe ich nahm deine Mutter Edna, sah ich in einem Gesicht auf meinem Lager, 2. und siehe! hervorging ein Stier aus der Erde, 3. und dieser Stier war weiß. 4. Und nach ihm ging hervor Ein weibliches Rind, und mit ihm ging hervor ein Paar Rinder; und eins von ihnen war schwarz und eins rot. 5. Und es schlug jenes schwarze Rind das rote, und verfolgte es auf der Erde. 6. Und ich konnte von da an nicht sehen dieses rote Rind, aber jenes schwarze Rind wurde alt, und es kam mit ihm ein weibliches Rind. 7. Und ich sah, daß von ihm hervorkamen viele Stiere, ihm gleichend und nachfolgend ihm. 8. Und jene Kuh, jene erste, ging aus von dem Angesicht jenes ersten Stieres, suchte jenes rote Rind, und fand es nicht, 9. und es wehklagte hierauf eine große Wehklage, und suchte dasselbe. 10. Und ich sah, bis kam jener erste Stier nachmals, und machte sie still, und von dieser Zeit an schrie sie nicht mehr. 11. Und hierauf gebar sie einen anderen weißen Stier, 12. und nach ihm gebar sie viele Stiere und schwarze Kühe. 13. Und ich sah in diesem meinem Schlafe einen weißen Farren, und so wuchs er und wurde ein großer weißer Farr; 14. und von ihm gingen hervor viele weiße Stiere und glichen ihm, 15. und fingen an zu zeugen viele weiße Stiere, und welche ihnen glichen, und folgten einer dem andern.

Kap. 85

1. Und wiederum sah ich mit meinen Augen, während ich schlief, und ich sah den Himmel oben. 2. Und siehe! Ein Stern fiel vom Himmel, 3. und er erhob sich und aß, und weidete unter jenen Stieren. 4. Und hierauf sah ich große und schwarze Stiere, und siehe! sie alle veränderten ihre Hürden und Weiden; und ihre Rinder, und sie fingen an wehzuklagen eins nach dem andern. Und wiederum sah ich in dem Gesicht und blickte zum Himmel, und siehe! ich sah viele Sterne, und sie stiegen herab und stürzten sich vom Himmel zu jenem ersten Stern, 5. zwischen jene Rinder; und die Stiere waren mit ihnen, und sie weideten in ihrer Mitte. 6. Und ich blickte nach ihnen und sah sie, und siehe! sie brachten heraus ihre Scham gleich der der Rosse, und fingen an zu steigen auf die Kühe der Stiere; und sie wurden alle trächtig, und gebaren Elefanten, Kamele und Esel. 7. Und alle Stiere fürchteten sie und erschraken vor ihnen; und sie fingen an zu beißen mit ihren Zähnen, und zu verschlucken und zu stoßen mit ihren Hörnern. 8. Und sie fingen ferner an zu verschlingen jene Stiere, und siehe! alle Kinder der Erde fingen an zu zittern und zu erbeben vor ihnen, und flüchteten sich.

Kap. 86

1. Und wiederum sah ich sie, und sie fingen an zu stoßen einer den andern, und zu verschlucken einer den andern; und die Erde fing an zu schreien. Und ich erhob meine Augen wiederum zum Himmel, und sah in dem Gesicht, und siehe! heraus gingen aus dem Himmel wie Gestalten weißer Menschen. Und Einer ging heraus von jenem Orte und drei mit ihm. 2. Und diese drei, welche herausgingen zuletzt, faßten mich bei meiner Hand, und nahmen mich von dem Geschlechte der Erde, und hoben mich auf einen hohen Ort. 3. Und sie zeigten mit einen hohen Turm von der Erde, und es wurden kleiner alle Hügel. Und sie sagten mir: "Bleibe hier, bis du siehst alles, was kommen wird über jene Elefanten und Kamele und Esel, und über die Sterne und über alle Stiere."

Kap. 87

1. [Und ich sah] Einen von jenen vier, welche herausgegangen waren zuvor, 2. und er ergriff jenen ersten Stern; welcher herabfiel vom Himmel; 3. und er band ihn an seinen Händen und seinen Füßen, und er warf ihn in eine Tiefe, und diese Tiefe war eng und tief, und grausend und düster. 4. Und einer von ihnen zog sein Schwert, und gab es jenen Elefanten, und Kamelen und Eseln, und es fing an zu schlagen einer den andern. Und die ganze Erde erbebte unter ihnen. 5. Und als ich sah in dem Gesicht, und siehe! da fuhr einer von jenen vier, welche herausgekommen waren, vom Himmel herab, sammelte und nahm alle diejenigen großen Sterne, deren Scham wie die Scham der Rosse, und band sie alle an ihren Händen und an ihren Füßen, und warf sie in die Spalten der Erde.

Kap. 88

1. Und einer von jenen Vieren ging zu den weißen Stieren, und lehrte sie ein Geheimnis, während zitterten jene Stiere. Geboren wurde und entstand ein Mensch, und der baute sich ein großes Hohl, und es wurde eine Decke über sie. 2. Und ich erhob wiederum meine Augen gen Himmel und sah ein hohes Dach, und sieben Wasserstürze über ihm, und diese sieben Wasserstürze ergossen in einen Hof viel Wasser. 3. Und ich sah wiederum und siehe! Quellen öffneten sich auf der Erde in jenem großen Hofe. 4. Und es fing jenes Wasser an aufzuwallen, und sich zu erheben über die Erde, und nicht ließ es sehen jenen Hof, während sein ganzer Boden bedeckt war mit Wasser. 5. Und groß war über ihm das Wasser, und Finsternis und Nebel. Und ich sah an die Höhe dieses Wassers, und es überragte dieses Wasser die Höhe jenes Hofes. 6. Und es überströmte die Höhe des Hofes und stand über der Erde. 7. Und alle die Stiere, welche sich in diesem Hofe versammelt hatten, so lange ich sie sah, gingen unter und wurden verschlungen und vernichtet durch dieses Wasser. 8. Und jenes Hohl schwamm auf dem Wasser. Und alle Stiere, und Elefanten, und Kamele und Esel sanken unter auf der Erde, und alles Vieh. Und nicht konnte ich sie mehr sehen. Und sie vermochten nicht herauszugehen, sondern sie gingen unter und sanken in die Tiefe. 9. Und wiederum sah ich in dem Gesicht, bis jene Wasserstürze zurückwichen von jenem hohen Dache, und er die Quellen der Erde bedrohte. Und andere Tiefen wurden geöffnet, 10. und es fing das Wasser an hinabzusteigen in dieselben, bis erschien der Erdboden. 11. Und jenes Hohl blieb auf der Erde, und es wich die Finsternis zurück, und es wurde Licht. 12. Und jener weiße Stier, welcher Mensch war, ging heraus aus jenem Hohl und die drei Stiere mit ihm. 13. Und es war der eine von den drei Stieren, ähnlich jenem Stiere, und eine von ihnen rot wie Blut und einer schwarz. Und jener weiße Stier ging hinweg von ihnen. 14. Und sie fingen an zu gebären die Tiere des Feldes und die Vögel. 15. Und es geschah von ihnen allen eine Versammlung der Geschlechter: Löwen, und Tiger, und Hunde, und Wölfe, und wilde Eber, und Füchse, und Kaninchen, und Schweine, 16. und Siset, und Geier, und Weihe, und Fonkâs, und Raben. 17. Und es wurde geboren in ihrer Mitte ein weißer Stier. 18. Und sie fingen sich an zu beißen unter einander, eines das andere, und jener weiße Stier, welcher geboren war in ihrer Mitte, zeugte einen wilden Esel und einen weißen Stier mit ihm, und viele wilde Esel. Und jener weiße Stier, welcher gezeugt worden war von ihm, zeugte einen schwarzen wilden Eber und ein weißes Schaf. 19. Und jener wilde Eber zeugte viele Schweine, 20. und jenes Schaf gebar zwölf Schafe. 21. Und als erwachsen waren jene zwölf Schafe, übergaben sie eines von ihnen den Eseln. 22. Und jene Esel wiederum übergaben jenes Schaf den Wölfen. 23. Und es wuchs jenes Schaf inmitten der Wölfe. 24. Und der Herr brachte die elf Schafe, damit sie wohnten bei ihm und weideten inmitten der Wölfe. 25. Und sie mehrten sich und es war viel Weide der Schafe. 26. Und die Wölfe fingen an sie zu schrecken und sie zu bedrücken, während sie vernichteten ihre Jungen. 27. Und sie warfen ihre Jungen in einen Strom von vielem Wasser. 28. Und jene Schafe fingen an zu schreien wegen ihrer Jungen, und sich zu flüchten zu ihrem Herrn. Und ein Schaf, welches entging den Wölfen, entwich und ging zu den wilden Eseln. 29. Und ich sah die Schafe wehklagen, und schreien und bitten ihren Herrn 30. mit aller ihrer Kraft, bis herabstieg jener Herr der Schafe auf den Ruf der Schafe von hoher Wohnung, und zu ihnen ging und nach ihnen sah. 31. Und er rief jenes Schaf, welches sich heimlich entzogen hatte den Wölfen, und sprach zu ihm von den Wölfen, kund zu tun ihnen, daß sie nicht anrührten die Schafe. 32. Und es ging das Schaf zu den Wölfen mit dem Worte des Herrn, und ein anderes Schaf begegnete ihm und ging mit ihm. 33. Und es kamen beide zusammen in die Wohnung jener Wölfe, und redeten mit ihnen, und taten ihnen kund, daß sie fortan nicht anrühren sollten die Schafe. 34. Und hierauf sah ich die Wölfe, und wie sie sehr hart waren gegen die Schafe mit aller ihrer Kraft. Und die Schafe schrien und ihr Herr kam zu den Schafen. 35. Und er fing an zu schlagen jene Wölfe, und die Wölfe fingen an zu wehklagen, aber die Schafe wurden still und von da an schrien sie nicht (mehr). 36. Und ich sah die Schafe, bis sie ausgingen von den Wölfen. Und die Wölfe - geblendet waren ihre Augen, und es gingen aus, indem sie folgten den Schafen, jene Wölfe mit aller ihrer Macht. Und der Herr der Schafe ging mit ihnen, indem er sie führte, 37. und alle seine Schafe folgten ihm; 38. und sein Antlitz (war) glänzend, und furchtbar und herrlich sein Anblick. Doch die Wölfe fingen an nachzufolgen jenen Schafen, bis sie sie erreichten an einem Wassersee. 39. Und dieser Wassersee wich zurück, und es stand das Wasser nach hierhin und nach dorthin vor ihrem Angesicht. 40. Und ihr Herr, während er sie führte, stellte sich zwischen sie und zwischen die Wölfe. 41. Und überdies sahen jene Wölfe die Schafe nicht, und gingen mitten in den Wassersee, und die Wölfe folgten den Schafen, und es liefen hinter ihnen her jene Wölfe in den Wassersee. 42. Und als sie den Herrn der Schafe sahen, wendeten sie sich, um zu fliehen vor seinem Angesicht. 43. Und jener Wassersee wendete sich wiederum, und es geschah zufolge seiner Natur schnell, und es ging das Wasser und stieg, bis es bedeckte jene Wölfe. Und ich sah bis umkamen alle die Wölfe, welche verfolgt hatten jene Schafe, und ersäuft wurden. 44. Aber die Schafe gingen weiter von diesem Wasser, und zogen aus zu einer Wüste, worin nicht Wasser und Gras war. Und sie fingen an zu öffnen ihre Augen und zu sehen. 45. Und ich sah den Herrn der Schafe nach ihnen sehen und ihnen geben Wasser und Gras, 46. und jenes Schaf, während es ging und sie leitete. 47. Und es stieg dieses Schaf hinauf auf die Spitze jenes hohen Felsens, und der Herr der Schafe schickte es zu ihnen. 48. Und darnach sah ich den Herrn der Schafe, welcher stand vor ihnen, und sein Anblick war furchtbar und streng. 49. Und alle jene Schafe sahen ihn und fürchteten sich vor seinem Antlitz. 50. Und alle diese fürchteten sich und zitterten vor ihm, und sie schrien alle nach jenem Schafe bei ihm, welches hatte das andere Schaf, welcher war in ihrer Mitte: "denn wir vermögen nicht [zu stehen] vor unserem Herrn oder ihn anzublicken." 51. Und es kehrte zurück jenes Schaf, welches sie führte, und stieg auf die Spitze jenes Felsens, 52. und die Schafe fingen an zu verblenden ihre Augen, und abzuweichen von dem Pfade, welchen jenes Schaf ihnen gezeigt hatte; (aber) es erfuhr nichts. 53. Und der Herr der Schafe ward zornig über sie in großem Zorn, und jenes Schaf erfuhr's, 54. und stieg herab von der Spitze des Felsens, und kam zu den Schafen, und fand eine Menge von ihnen, 55. denen verblendet die Augen, 56. und die abgewichen waren von seinem Pfade. Und als sie es sahen, fürchteten sie sich und zitterten vor seinem Antlitz, 57. und verlangten zurückzukehren zu ihrer Hürde. 58. Und dieses Schaf nahm mit sich andere Schafe, und kam zu denjenigen Schafen, welche abgewichen waren; 59. und hierauf fing es an sie zu töten, und die Schafe fürchteten sich vor seinem Antlitz. Alsdann hieß es diejenigen, welche abgewichen waren, zurückzukehren; sie gingen zurück zu ihren Hürden. 60. Und ich sah dort in meinem Gesicht, bis dieses Schaf ein Mann wurde, ein Haus baute dem Herrn der Schafe, und alle Schafe hinstellte in dieses Haus. 61. Und ich sah, bis sich niederlegte das Schaf, welches getroffen hatte jenes Schaf, den Führer der Schafe. Und ich sah, bis umkamen alle große Schafe, und kleine erhoben sich an ihrer Stelle, und sie kamen zu einer Weide und nahten sich einem Wasserstrome. 62. Und jenes Schaf, welches sie geführt hatte, welches ein Mann geworden, wurde von ihnen getrennt und legte sich nieder. 63. Und alle Schafe suchten es und schrien über dasselbe ein großes Geschrei, 64. und ich sah, bis sie aufhörten zu schreien nach jenem Schafe und gingen über den Wasserfluß, 65. und es erhoben sich alle die Schafe, welche sie führten, die Pflanze derjenigen, welche sich niedergelegt und sie geführt hatten. 66. Und ich sah jene Schafe, bis sie kamen an einen guten Ort und in ein reizendes und gepriesenes Land. 67. Und ich sah jene Schafe, bis sie gesättigt wurden, und es war ein Haus in ihrer Mitte in dem reizenden Lande, und es gab (Zeiten), wo geöffnet waren ihre Augen, und es gab (Zeiten), wo man sie verblendete, bis sich erhob ein anderes Schaf und sie führte. Und alle Schafe [brachte es zurück] und geöffnet wurden ihre Augen. 68. Und es fingen an die Hunde, und die Füchse und die Waldschweine zu verschlingen jene Schafe, bis sich erhob ein anderes Schaf als Herr der Schafe, eins von ihnen, ein Widder, welcher sie führte. Und dieser Widder fing an zu stoßen hierhin und dorthin diese Hunde, und Füchse und wilden Schweine, bis er sie alle umbrachte. 69 Und jenes Schaf - geöffnet wurden seine Augen und es sah jenen Widder, inmitten der Schafe, welcher verließ seinen Ruhm, 70. und anfing zu stoßen jene Schafe, sie zu treten und einherzugehen ohne Würde. 71. Und der Herr der Schafe sendete das Schaf zu einem andern, und erhob es als Widder, zu führen die Schafe statt jenes Schafes, welches verlassen hatte seinen Ruhm. 72. Und es ging zu ihm, und redete mit ihm allein, und erhob jenen Widder, und machte ihn zum Herzog und Führer der Schafe. Und immerfort bedrängten jene Hunde die Schafe. 73. Und der erste Widder verfolgte diesen letzteren Widder. 74. Und es erhob sich dieser letztere Widder und floh hinweg von seinem Angesicht. Und ich sah, bis zu Falle brachten jene Hunde den ersten Widder. 75. Und es erhob sich jener letztere Widder und führte die kleinen Schafe. 76. Und jener Widder zeugte viele Schafe und legte sich nieder. 77. Und ein kleines Schaf wurde Widder an seiner Statt, und wurde Herzog und Führer jener Schafe. 78. Und es wuchsen und vermehrten sich jene Schafe. 79. Und alle jene Hunde und Füchse und wilden Schweine fürchteten sich und flohen vor ihm. 80. Und jener Widder schlug und tötete alles Wild, und nichts vermochte wiederum jenes Wild inmitten der Schafe, auch raubte es niemals etwas von ihnen. 81. Und jenes Haus wurde groß und weit; und erbaut wurde durch jene Schafe ein hoher Turm auf jenem Hause für den Herrn der Schafe. 82. Und niedrig war jenes Haus, aber der Turm war erhaben und sehr hoch. 83. Und der Herr der Schafe stand über jenem Turm, und einen vollen Tisch brachten sie vor ihn. 84. Und ich sah wiederum, jene Schafe, daß sie wiederum abwichen, und sie gingen viele Wege, und verließen dies ihr Haus, 85. und der Herr der Schafe rief (einige) aus der Mitte der Schafe und sendete sie zu den Schafen. 86. Aber die Schafe fingen an sie zu töten. Und eins von ihnen rettete sich und wurde nicht getötet, und entsprang und schrie über die Schafe, und sie wünschten es zu töten. 87. Und der Herr der Schafe errettete es aus der Hand der Schafe, und ließ es heraufsteigen zu mir und (dort) bleiben. 88. Und viele andere Schafe schickte er zu jenen Schafen, Zeugnis abzulegen und zu klagen über sie. 89. Und hierauf sah ich, als sie verließen das Haus des Herrn der Schafe und den Turm wegen alles ihres Abweichens und verblendeten ihre Augen, 90. und ich sah den Herrn der Schafe, daß er machte eine große Niederlage unter ihnen je auf ihrer Weide, bis schrien zu ihm jene Schafe ob dieser Niederlage, und er gab preis seinen Ort und ließ sie in der Hand der Löwen, und der Tiger, und der Wölfe, und der Hand der Füchse und aller Tiere des Feldes. 91. Und es fingen diese Tiere des Feldes an zu zerreißen jene Schafe. 92. Und ich sah, daß er verließ jenes Haus derselben und ihren Turm, und sie alle gab in die Hand der Löwen, sie zu zerreißen und zu verschlingen, in die Hände aller Tiere. 93. Und ich fing an zu schreien mit aller meiner Kraft, und rief an den Herrn der Schafe, und machte ihm Anzeige über die Schafe, weil sie verschlungen wurden von allen Tieren des Feldes. 94. Und er schwieg, indem er (es) sah, und freute sich, weil sie verschlungen und verschluckt und hinweggeschafft wurden, und er ließ sie in der Hand aller Tiere zur Speise. Und er rief 70 Hirten, und überließ ihnen jene Schafe, auf daß sie sähen nach ihnen. 95. Und er sprach zu den Hirten und zu ihren Dienern: "jeder Einzelne von euch sehe fortan nach den Schafen, und alles, was ich euch befehlen werde, tut; und ich übergebe (sie) euch nach der Zahl. 96. Und ich will euch sagen, welcher umgebracht werden wird von ihnen, und sie bringt um." Und er übergab ihnen jene Schafe. 97. Und einen anderen rief er und sagte ihm: "Vernimm und siehe alles, was tun werden die Hirten an diesen Schafen; denn sie werden umbringen aus ihrer Mitte mehr als ich ihnen befohlen habe. 98. Und alles Übermaß und Umbringen, welches begehen werden die Hirten, - geschrieben werde es, wie viele sie umbrachten nach meinem Befehl, und wie viele sie umbrachten nach ihrem Kopfe. 99. Und alles Umbringen des einzelnen Hirten - geschrieben werde darüber, und nach der Zahl lies mir vor, und wie viele sie umbrachten nach ihrem Kopfe, und wie viele sie dahingaben zum Umbringen, auf daß mir sei dieses Zeugnis über sie, auf daß ich kenne alles Tun der Hirten, daß ich sie hingebe und sehe, was sie tun, ob sie handeln nach meinem Befehle, wie ich ihnen befohlen habe, oder nicht. 100. Und kein Einsehen werden sie haben, und nicht sollst du sie sehend machen, noch sie zurechtweisen; aber verzeichnet werde alles Umbringen der Hirten, eines jeden in seiner Zeit, und bring herauf zu mir alles." Und ich sah, bis daß jene Hirten Aufsicht hatten in ihrer Zeit. Und sie fingen an zu töten und umzubringen viele über ihren Befehl, 101. und sie ließen jene Schafe in der Hand der Löwen. Und es verschlangen und verschluckten den größten Teil der Schafe Löwen und Tiger, und wilde Eber verschlangen mit ihnen. Und sie verbrannten jenen Turm und untergruben jenes Haus der Schafe. 103. Und hierauf vermochte ich nicht zu sehen jenes Haus. 104. Und die Hirten und ihre Diener gaben jene Schafe hin allen Tieren, auf daß sie sie verschlangen; und jedes einzelne von ihnen in seiner Zeit und Zahl wurde hingegeben. Und jeden Einzelnen von ihnen mit dem anderen verzeichnete er in einem Buche, wie viele er umbrachte von ihnen, mit dem anderen, in einem Buche. 105. Und mehr als ihnen befohlen war, tötete je der Einzelne und brachte er um. 106. Und ich fing an zu weinen, und war gar sehr erzürnt wegen der Schafe. 107. Und so sah ich in dem Gesicht ihn, welcher schrieb, wie er aufschrieb den Einzelnen, welcher umgebracht war von jenen Hirten an jedem Tage; und er stieg hinauf, und blieb und zeigte sein ganzes Buch dem Herrn der Schafe, alles, was sie getan hatten, und alle, welche jeder hinwegschaffte von ihnen, 108. und alles, was sie dahin gegeben hatten zum Umbringen. 109. Und das Buch wurde gelesen vor dem Herrn der Schafe, und er nahm das Buch in seine Hand, und las es, und versiegelte es und legte es hin. 110. Und hierauf sah ich, daß Aufsicht führen Hirten zwölf Stunden lang. 111. Und siehe! drei von jenen Schafen kehrten um und traten ein, und fingen an zu bauen alles, was verfallen war von jenem Hause. 112. Und die Eber des Feldes hinderten sie und vermochten nichts. 113. Und sie fingen an wiederum zu bauen, wie zuvor, und richteten auf jenen Turm, und man nannte den Turm hoch. 114. Und sie fingen an wiederum zu setzen vor den Turm eine Tisch, und alles Brot, welches darauf, war unsauber und nicht rein; 115. und über alles waren dieser Schafe Augen verblendet und sie sahen nicht, und auch ihre Hirten wie sie. 116. Und sie gaben auch die Hirten hin zum Umbringen in Menge, und mit ihren Füßen zertraten sie die Schafe und verschlangen sie. 117. Und der Herr der Schafe schwieg, bis vermindert waren alle Schafe auf dem Felde, und sie vermischten sich mit ihnen, und retteten sie nicht aus der Hand der Tiere. 118. Und jener, welcher schrieb das Buch, brachte es hinauf, und zeigte es und las in den Wohnungen des Herrn der Schafe, und bat ihn ihretwegen und betete, indem er anzeigte jede Tat der Hirten, und zeugte vor ihm gegen alle Hirten. Und er nahm, legte hin bei ihm das Buch, und ging hinaus.

Kap. 89

1. Und ich sah bis zu der Zeit, daß auf solche Weise Aufsicht führten 37 Hirten, und sie endeten alle in ihrer Zeit, wie die ersten. Und andere erhielten sie in ihre Hände, daß sie Aufsicht führten über sie je in ihrer Zeit, alle Hirten je in ihrer Zeit. 2. Und darauf sah ich in dem Gesicht: alle Vögel des Himmels kamen, Adler und Geier, und Weihen und Raben. Und die Adler leiteten sie alle. 3. Und sie fingen an zu verschlingen jene Schafe, und auszuhacken ihre Augen und zu verschlingen ihre Leiber. 4. Und die Schafe schrien, weil verschlungen wurden ihre Leiber von den Vögeln. 5. Und ich schrie und seufzte in meinem Schlafe gegen jenen Hirten, welcher beaufsichtigte die Schafe. 6. Und ich sah, bis verschlungen wurden jene Schafe von den Hunden, und von den Adlern und von den Weihen. Und sie ließen ihnen durchaus nicht den Leib, noch die Haut, noch Muskeln, bis dastanden allein ihre Gebeine, und ihre Gebeine fielen auf die Erde. Und vermindert wurden die Schafe. 7. Und ich sah, bis eine Zeit lang Aufsicht führten 23 Hirten, und sie erfüllten, je in ihrer Zeit, 58 Zeiten. 8. Und kleine Lämmer wurden geboren von jenen weißen Schafen, und sie fingen an, ihre Augen zu öffnen und zu sehen, und zu schreien zu den Schafen. 9. Und die Schafe schrien nicht nach ihnen, und nicht hörten sie, was sie sagten, sondern waren gewaltig taub, und verblendet ihre Augen gewaltig und mächtig. 10. Und ich sah in dem Gesicht Raben herabfliegen auf jene Lämmer; 11. und sie nahmen eins von diesen Lämmern, und zermalmten die Schafe und verschlangen sie. 12. Und ich sah, bis hervorgingen Hörner an jenen Lämmern, und die Raben suchten herabzuwerfen ihre Hörner. 13. Und ich sah, bis hervorsproßte ein großes Horn, eines von jenen Schafen, und geöffnet wurden ihre Augen. 14. Und es sah nach ihnen; und es taten sich auf ihre Augen, und es schrie zu den Schafen. 15. Und die Ochsen sahen es, und es liefen sie alle zu ihm. 16. Und trotz dessen brachten alle jene Adler, und Geier, und Raben und Weihen bis jetzt um die Schafe, und flogen auf sie herab und verschlangen sie. Die Schafe aber wurden still, und die Ochsen wehklagten und schrien. 17. Und jene Raben stritten und kämpften mit ihm. 18. Und sie schauten sich um, zu entfernen sein Horn, und sie besiegten ihn nicht. 19. Und ich blickte auf sie, bis kamen die Hirten, und die Adler, und jene Geier und Weihen; 20. und sie schrien zu den Raben, daß sie zerbrächen das Horn jenes Ochsen, und sie haderten mit ihm und stritten. Und er kämpfte mit ihnen, und schrie, daß ihm käme seine Hülfe. 21. Und ich sah, bis kam jener Mann, welcher aufschrieb die Namen der Hirten und hinaufbrachte vor den Herrn der Schafe. 22. Und dieser half ihm, und ließ Jeden sehen, (daß) er herabstieg als Hilfe des Ochsen. 23. Und ich sah, bis kam zu ihnen jener Herr der Schafe im Zorn; und diejenigen, welche ihn sahen, sie alle flohen. Und es fielen nieder alle in seinem Zelte vor seinem Angesicht; alle Adler, und Geier, und Raben, und Weihen versammelten und brachten mit sich alle Schafe des Feldes. 24. Und es kamen sie alle zusammen, und bestrebten sich zu zerbrechen jenes Horn des Ochsen. 25.Und ich sah den Mann, welcher schrieb das Buch nach dem Wort des Herrn, bis er öffnete jenes Buch des Umbringens, was hatten umbringen lassen diese letzten zwölf Hirten, und er zeigte, daß sie mehr als die vor ihnen umgebracht hatten, vor dem Herrn der Schafe. 26. Und ich sah, bis kam zu ihnen der Herr der Schafe, und nahm in seine Hand den Stecken seines Zorns und schlug die Erde, und es zerriß die Erde, und alle Tiere und Vögel des Himmels fielen von jenen Schafen herab und sanken in die Erde, und sie überdeckte sie. 27. Und ich sah, bis gegeben wurde den Schafen ein großes Schwert, und es gingen aus die Schafe gegen diese Tiere des Feldes, sie zu töten, 28. und alle Tiere und Vögel des Himmels flohen hinweg aus ihrem Antlitz. 29. Und ich sah, bis ein Thron aufgerichtet wurde in einem reizenden Lande. 30. Und es saß auf demselben der Herr der Schafe, und nahm alle versiegelten Bücher; 31. und er öffnete diese Bücher vor dem Herrn der Schafe. 32. Und es rief der Herr jene sieben erste Weiße, und befahl, daß sie brächten vor ihn von den Sternen den ersten, welcher voranging jenen Sternen, deren Scham gleich der Scham der Rosse, und den ersten Stern, welcher zuerst herabfiel; und sie brachten sie alle vor ihn. 33. und er sprach zu jenem Manne, welcher schrieb vor ihm, welcher war einer von den sieben Weißen, und er sprach zu ihm: "Nimm jene 70 Hirten, welchen ich übergab die Schafe, und welche nach ihrer Übernahme mehr töteten, als die, welche ich ihnen befohlen hatte." Und siehe! sie alle gebunden sah ich, und sie standen vor ihm alle. Und das Gericht geschah zuerst über die Sterne, und sie wurden gerichtet und waren schuldig befunden, und gingen zu dem Orte des Gerichts. Und sie stießen sie in eine Tiefe, und sie war voll Feuers und brennend und voller Säulen von Feuer. Und jene 70 Hirten wurden gerichtet, und waren schuldig befunden, und hinabgestoßen wurden sie in jene Untiefe des Feuers. 35. Und sie brachten jene verblendeten Schafe, und sie wurden gerichtet alle und schuldig befunden, und hinabgestoßen in die Tiefe des Feuers [auf der Erde] und verbrannt. 36. Und diese Untiefe war zur Rechten jenes Hauses. 37. Und ich sah jene Schafe, indem sie brannten und ihre Gebeine brannten, 38. Und ich stand und sah, bis er versenkte jenes alte Haus, und sie brachten heraus alle Säulen, jede Pflanze und das Elfenbein dieses Hauses, worein gehüllt seine Gebilde, und sie brachten es heraus und legten es an Einen Ort zur Rechten der Erde. 39. Und ich sah den Herrn der Schafe, bis er hervorbrachte ein neues Haus, und größer und höher als jenes erste, und er stellte es an den Ort des ersten, welches eingehüllt worden war. Und alle seine Säulen waren neu, und sein Elfenbein neu und stärker als das erste alte, welches er herausgebracht hatte, 40. und [der Herr der Schafe] in seiner Mitte. Und [ich sah] alle Schafe, welche übrig geblieben waren; und alles Vieh, welches auf der Erde, und alle Vögel des Himmels fielen nieder und warfen sich hin vor diesen Schafen, und flehten zu ihnen und hörten auf sie in allem Worte. 41. Und darauf brachten jene Drei, welche weiß gekleidet waren, und mich gefaßt hatten bei meiner Hand, diejenigen, welche mich zuvor hatten hinaufsteigen lassen, - und die Hand dessen, welcher sprach, hielt mich,- mich hinauf und setzten mich in die Mitte jener Schafe, ehe statt fand das Gericht. 42. Und diese Schafe waren alle weiß und ihre Wolle groß und rein. Und alle, welche umgebracht und vernichtet worden waren, und alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels wandten sich zurück zu diesem Hause, und der Herr der Schafe freute sich mit großer Freude, weil sie alle gut waren und zurückkehrten zu dem Hause. 43. Und ich sah, bis sie niederlegten jenes Schwert, welches gegeben worden war den Schafen, und sie brachten es zurück in das Haus, und versiegelten es vor dem Angesichte des Herrn. 44. Und alle Schafe wurden eingeschlossen in diesem Hause, und es faßte sie nicht, und die Augen aller wurden geöffnet, und sie sahen den Guten, und nicht Einer, welcher ihn nicht schaute, war unter ihnen. 45. Und ich sah, daß dieses Haus groß war, und weit und voll gar sehr. Und ich sah, daß geboren wurde ein weißes Rind, und seine Hörner waren groß, und alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels fürchteten es, und flehten zu ihm zu aller Zeit. 46. Und ich sah, bis verändert wurden alle Geschlechter derselben, und sie wurden alle zu weißen Rindern. 47. Und das erste in ihrer Mitte wurde zum Worte, und dieses Wort wurde zu einem großen Tiere, und an ihm, auf seinem Kopfe, waren große schwarze Hörner. 48. Und der Herr der Schafe freute sich über sie und über alle Rinder. 49. Und ich ruhte in ihrer Mitte, und erwachte und sah das alles. Und dies ist das Gesicht, welches ich sah, indem ich schlief. Und ich erwachte, und pries den Herrn der Gerechtigkeit und ihm gab ich die Ehre. 50. Und hierauf weinte ich ein großes Weinen, und meine Träne stand nicht (still), bis ich nicht vermochte es zu ertragen, wenn ich sie sähe herabsteigen wegen dessen, was ich gesehen hatte. Denn alles wird kommen und erfüllt werden. Und alles in jedem einzelnen Teile des Handeln der Menschen wurde mir gezeigt. 51. Und in jener Nacht erinnerte ich mich meines ersteren Traumes, und deshalb weinte ich und war bestürzt, weil ich gesehen hatte jenes Gesicht.

Kap. 90, Sect. XVIII

1. "Und nun, mein Sohn Methusalah, rufe zu mir alle deine Brüder, und versammle zu mir alle Kinder deiner Mutter; denn eine Stimme ruft mich, und der Geist ist ausgegossen über mich, auf daß ich euch zeige alles, was euch begegnen wird bis in Ewigkeit." 2. Und von ihm ging Methusalah und rief alle seine Brüder zu ihm, und versammelte seine Verwandten. 3. und er sprach zu allen seinen Kindern trefflich, 4. und sagte: "Hört, meine Kinder, jedes Wort eures Vaters, und vernehmt gebührend die Stimme meines Mundes; denn ich werde euch hören lassen und zu euch reden. Meine Lieben! liebt Rechtschaffenheit, und in ihr wandelt. 5. Und naht euch nicht der Rechtschaffenheit mit zwiefachem Herzen, und verbindet euch nicht mit denen, welche zwiefachen Herzens, sondern wandelt in Gerechtigkeit, meine Kinder, und sie wird euch führen auf guten Wegen, und Gerechtigkeit wird euch sein Begleiterin. 6. Denn ich weiß, daß stark werden wird der Zustand der Bedrückung auf der Erde, und es wird vollendet werden große Strafe auf der Erde, und es wird zu Ende kommen alle Ungerechtigkeit, und abgeschnitten werden von ihren Wurzeln, und jedes Gebäude wird vergehen. Und wiederholen wird sich abermals die Ungerechtigkeit, und das Werk der Bedrückung und Vergehen zum zweiten Male. 7. Und wenn zunehmen wird Ungerechtigkeit, und Sünde, und Gotteslästerung, und Bedrückung, und jedes (böse) Werk, und zunehmen wird Übertretung, Vergehen und Unreinigkeit, (dann) wird große Strafe sein vom Himmel über alle diese. [8. Und hervorgehen wird der heilige Herr in Zorn, und über sie alle wird große Strafe vom Himmel verhängt werden ]. 9. Und hervorgehen wird der heilige Herr in Zorn und mit Strafe, auf daß er Gericht halte auf der Erde. 10. Und in jenen Tagen wird abgeschnitten werden die Bedrückung von ihren Wurzeln, und die Wurzeln der Ungerechtigkeit samt dem Betruge werden ausgerottet werden unter dem Himmel. 11. Und alles wird hingegeben werden mit den Völkern; der Turm wird in Feuer verbrennen, und sie werden sie herausbringen von der ganzen Erde, und sie werden geworfen werden in ein Gericht des Feuers, und sie werden umkommen in Zorn, und durch ein hartes Gericht, welches für die Ewigkeit. 12. Und erheben wird sich der Gerechte aus dem Schlummer, und erheben wird sich die Weisheit und ihnen gegeben werden. 13. Und alsdann werden abgeschnitten werden die Wurzeln der Ungerechtigkeit, und die Sünder umkommen durch das Schwert, von den Gotteslästerern werden sie abgeschnitten werden an jedem Orte. 14. Und diejenigen, welche auf Bedrückung sinnen, und diejenigen, welche übten Gotteslästerung, werden umgebracht werden durch das Schwert. 15. Und nun, meine Kinder, will ich euch sagen und euch zeigen die Wege der Gerechtigkeit und die Wege der Bedrückung. 16. Und ich will sie euch zeigen wiederum, auf daß ihr wisset, was kommen wird. 17. Und nun hört, meine Kinder, und geht auf dem Wege der Gerechtigkeit, und geht nicht auf dem Wege der Bedrückung; denn umkommen werden in Ewigkeit alle diejenigen, welche gehen werden auf dem Wege der Ungerechtigkeit."

Kap. 91, Sect. XIX

1. "Was geschrieben wurde von Henoch dem Schreiber, diese ganze Lehre der Weisheit von jedem gerühmten Manne, und dem Richter der ganzen Erde, (ist) für alle meine Kinder, welche wohnen werden auf der Erde, und für die nachfolgenden Geschlechter, welche wirken werden Rechtschaffenheit und Frieden. 2. Nicht möge sich bekümmern euer Geist wegen der Zeiten; denn Tage hat gegeben der Heilige, der Große Allem. 3. Und es wird sich erheben der Gerechte, aus dem Schlummer wird er sich erheben und wandeln auf dem Wege der Gerechtigkeit; und alle seine Wege und seine Gänge (sind) in Güte und in ewiger Gnade. Gnädig wird er sein dem Gerechten, wird geben Rechtschaffenheit für ewig und geben Macht. Und er wird sein in Güte und in Gerechtigkeit, und wird wandeln im ewigen Licht. Und die Sünde wird in Finsternis untergehen für ewig, und daher nicht gesehen werden von jenem Tage an bis in Ewigkeit."

Kap. 92

1. Und hierauf geschah es, daß Henoch anfing zu berichten aus Büchern. 2. Und es sprach Henoch: "Von den Kindern der Gerechtigkeit, und von den Auserwählten der Welt und von der Pflanze der Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit: 3. Dieses will ich zu euch sprechen und euch anzeigen, meine Kinder, ich, der da Henoch, nach dem, was mir erschienen ist. Von meinem himmlischen Gesicht und von der Stimme der heiligen Engel habe ich Kenntnis erlangt, und von dem Getröpfel des Himmels habe ich Einsicht empfangen." 4. Und es fing also Henoch an zu berichten aus Büchern und sagte: "Ich bin am siebenten geboren in der ersten Woche, solange als Gericht und Gerechtigkeit langmütig waren. 5. Und es wird sich erheben nach mir, in der zweiten Woche, große Bosheit und Betrug schießt auf; 6. und in derselben wird sein das erste Ende, und in derselben wird unversehrt sein ein Mann. 7. Erfüllte sie sich, so wird wachsen die Ungerechtigkeit, und den Beschluß wird er ausführen an den Sündern. 8. Und hierauf, in der dritten Woche, in ihrer Erfüllung, wird ausgewählt werden ein Mann zur Pflanze des Gerichts der Gerechtigkeit, und nach ihm wird kommen die Pflanze der Gerechtigkeit für ewig. 9. Und hierauf, in der vierten Woche, in ihrer Erfüllung, werden Gesichte der Heiligen und der Gerechten gesehen werden, und Verordnungen für Geschlecht zu Geschlecht, und Wohnung wird gemacht werden für sie. Und hierauf, in der fünften Woche, in ihrer Erfüllung, wird das Haus des Ruhms und der Herrschaft aufgerichtet werden bis in Ewigkeit. 10. Und hierauf, in der sechsten Woche, werden diejenigen, welche in derselben sind, verfinstert sein allzumal, und vergessen wird das Herz von ihnen allen die Weisheit, und in ihr wird auftreten ein Mann. 11. Und in ihrer Erfüllung wird verbrennen das Haus der Herrschaft im Feuer, und in derselben werden sie zerstreuen das ganze Geschlecht der auserwählten Wurzel. 12. Und hierauf, in der siebenten Woche, wird sich erheben ein verkehrtes Geschlecht, und viel wird sein seiner Taten, und alle seine Taten verkehrt; und in ihrer Erfüllung werden belohnt werden die Gerechten, die Auserwählten von der Pflanze der ewigen Gerechtigkeit, sie, denen gegeben werden wird siebenfache Belehrung für seine ganze Schöpfung. 13. Und hierauf wird sein eine andere Woche, die achte, die der Gerechtigkeit; und es wird ihr gegeben werden ein Schwert, auf daß geschehe das Gericht und Gerechtigkeit gegen alle, welche bedrückten. 14. Und es werden übergeben werden die Sünder in die Hände der Gerechten, und in ihrer Erfüllung werden sie erlangen Häuser von ihrer Gerechtigkeit, und es wird erbaut werden das Haus des großen Königs [zum Preise] bis in Ewigkeit. Und hierauf in der neunten Woche, in ihr wird das Gericht der Gerechtigkeit offenbart werden der ganzen Welt. 15. Und alle Werke der Gottlosen werden verschwinden von der ganzen Erde hinweg; und es wird bestimmt werden zur Zerstörung der Welt, und alle Menschen werden schauen nach dem Wege der Rechtschaffenheit. 16. Und nach diesem in der zehnten Woche, im siebten Teile, in demselben (ist) das Gericht, welches für die Ewigkeit und wird gehalten werden gegen die Wächter, und ein Himmel, welcher für die Ewigkeit, ein großer, welcher hervorsproßt aus der Mitte der Engel. 17. Und der frühere Himmel, - er wird hinwegkommen und vergehen, und ein neuer Himmel wird sich zeigen, und alle himmlischen Mächte werden leuchten in Ewigkeit siebenfach. Und hierauf werden viele Wochen, deren keine Zahl in Ewigkeit, in Güte und in Gerechtigkeit sein. 18. Und Sünde wird von da an nicht erwähnt bis in Ewigkeit. 19. Denn wer ist unter allen Kindern der Menschen, der hören könnte die Stimme des Heiligen und nicht bewegt wird? 20. Und wer ist, der denken könnte seine Gedanken? Und wer ist, der schauen könnte das ganze Werk des schönen Himmels? Und wer ist, der einsehen könnte das Werk des Himmels? 21. Und mag er sehen seine Belebung, doch nicht seinen Geist, und kann er reden (davon), doch nicht hinaufsteigen, und sähe er alle Flügel derselben und bedächte sie, so wird er doch nichts machen ihnen gleich. 22. Und wer ist unter allen Menschen, welcher könnte erkennen, wie ist die Breite und Länge der Erde? 23. Und wem ist gezeigt worden die Größe von allem diesem? Und ist es jeder Mann, welcher könnte erkennen die Länge des Himmels, und wie seine Höhe ist, und worüber seine Befestigung, 24. und wie groß die Zahl der Sterne ist, und wo ruhen alle Lichter?"

Kap. 93

1. "Und nun will ich euch sagen, meine Kinder, liebt Gerechtigkeit und in ihr wandelt; denn die Pfade der Gerechtigkeit sind würdig, genommen zu werden, und die Pfade der Ungerechtigkeit werden plötzlich vernichtet werden und sich mindern, 2. Und Männern, erkannt vom Geschlecht, werden offenbart werden die Wege der Bedrückung und des Todes, und sie werden sich fern halten von ihnen und ihnen nicht folgen. 3. Und nun auch zu euch spreche ich, zu den Gerechten: "Geht nicht auf dem Weg des Bösen und der Bedrückung, und nicht auf den Wegen des Todes, und naht euch ihnen nicht, auf daß ihr nicht umkommt, sondern begehrt 4. und erwählt euch Gerechtigkeit und ein wohlgefälliges Leben. 5. Und geht auf den Wegen des Friedens, auf daß ihr lebt und würdig seid, und behaltet in dem Gedanken eueres Herzens und vertilgt nicht mein Wort aus euerem Herzen; denn ich weiß, daß veranlassen werden die Sünder den Menschen zu volbringen boshafte List. Und jeder Ort wird nicht entgegen kommen derselben, noch jeder Rat gemindert werden." 6. Wehe denjenigen, welche aufbauen Ungerechtigkeit und Bedrückung, und begründen Betrug; denn plötzlich werden sie gestürzt werden, und ihnen wird kein Friede! 7. Wehe denjenigen, welche aufbauen ihre Häuser mit Sünde; denn all ihr Grund wird ein gestürzt werden, und durch das Schwert werden sie fallen! Und diejenigen, welche besitzen Gold und Silber, - im Gericht werden sie plötzlich umkommen. Wehe euch Reichen! Denn auf euren Reichtum habt ihr vertraut; aber aus euerem Reichtum werdet ihr herausgehen, weil ihr des Erhabenen nicht gedacht habt in den Ragen eueres Reichtums, [ihr werdet herausgehen, weil ihr nicht gedacht habt des Erhabenen in den Tagen eures Reichtums]. 8. Ihr habt begangen Gotteslästerung und Ungerechtigkeit, und bereitet seid ihr für den Tag des Blutvergießens und für den Tag der Finsternis, und für den Tag des großen Gerichts. 9. So spreche ich und zeige euch an, daß euch verderben wird er, welcher euch geschaffen hat. 10. Und über eueren Fall wird nicht sein Mitleid, und euer Schöpfer wird sich freuen über eueren Untergang. 11. Und euere Gerechten in jenen Tagen werden sein zur Schmach den Sündern und den Gottlosen.

Kap. 94

1. Wer gibt meinen Augen, daß sie würden zur Wasserwolke, und ich weinte über euch und ließ fließen meine Träne wie eine Wasserwolke, und ruhte von der Betrübnis meines Herzens. 2. Wer hat euch gestattet zu üben Haß und Bosheit? Und erreichen wird euch, die Sünder, das Gericht, 3. Nicht fürchten werden sich die Gerechten vor den Sündern; denn wiederum wird sie bringen der Allherrscher in eure Hand, auf daß ihr übt an ihnen Gericht nach eurem Gefallen. 4. Wehe euch, die ihr verflucht in Flüchen, daß ihr nicht löst; und Heilung ist fern von Euch wegen eurer Sünde. Wehe euch, die ihr lohnt Böses eurem Nächsten; denn ihr werdet belohnt werden nach euren Werken. 5. Wehe euch, ihr Zeugen der Lüge, und denen, welche entsprechen der Ungerechtigkeit; denn plötzlich werdet ihr umkommen. 6. Wehe euch, den Sündern; denn die Gerechten vertreibt ihr, denn ihr nehmt auf und vertreibt die der Ungerechtigkeit, und es wird über euch stark sein ihr Joch.

Kap. 95

1. Hofft, ihr Gerechten; denn plötzlich werden vernichtet werden die Sünder vor euch, und Herrschaft wird euch sein über sie nach euerem Gefallen. 2. Und an dem Tage der Not der Sünder werden erhöht und erhoben werden, wie Adler, eure Nachkommen. Und höher, als des Geiers wird sein euer Nest, und ihr werdet hinaufsteigen und eingehen in die Höhlen der Erde und in die Spalten der Felsen in Ewigkeit, wie Kaninchen, von den Ungerechten hinweg; 3. und sie werden seufzen über euch und weinen gleich Sirenen. 4. Und ihr werdet nicht fürchten diejenigen, welche euch verletzten; denn Heilung wird euch sein, und ein glänzendes Licht wird euch leuchten, und die Stimme der Ruhe werdet ihr hören vom Himmel. Wehe euch, ihr Sünder! denn euer Reichtum macht euch gleich den Gerechten, aber euer Herz wird euch vorwerfen, daß ihr Sünder seid. Und dieses Wort wird sein gegen euch ein Zeuge, zur Erinnerung an die Bosheit. 5. Wehe euch, die ihr verschlingt das Fett des Weizens und trinkt die Kraft der Wurzel der Quelle, und tretet nieder den Demütigen in euerer Kraft. 6. Wehe euch, die ihr trinkt Wasser zu jeder Zeit; denn plötzlich wird euch vergolten werden, und ihr werdet vernichtet werden und verdorren, weil ihr vergaßet die Quelle des Lebens. 7. Wehe euch, die ihr übt Ungerechtigkeit, und Betrug, und Gotteslästerung! Erinnerung wird sein über euch für das Böse. 8. Wehe euch, ihr Mächtigen, die ihr mit Macht niederschlagt Gerechtigkeit; denn kommen wird der Tag eurer Vernichtung. In jenen Tagen werden kommen die Gerechten viele und gute Tage, an dem Tage eueres Gerichts.

Kap. 96

1. Es vertrauen die Gerechten; denn zu Schanden werden die Sünder, und sie werden umkommen an dem Tage der Ungerechtigkeit. 2. Kund sein wird es euch; denn der Erhabene wird sich erinnern an euren Untergang, und freuen werden sich die Engel über euren Untergang. Was werdet ihr tun, ihr, die ihr Sünder seid, und wohin werdet ihr fliehen an jenem Tage des Gerichts, wenn ihr hören werdet die Stimme des Gebetes der Gerechten? 3. Und ihr werdet nicht sein wie sie, sondern Zeuge wird sein gegen euch dieses Wort: "Genossen waret ihr den Sündern." 4. Und in jenen Tagen werden gelangen die Gebete der Gerechten zu dem Herrn, und zu euch die Tage eures Gerichts, und erwähnt werden wird jedes Wort eurer Ungerechtigkeit vor dem Großen und Heiligen. 5. Und beschämt sein wird euer Antlitz, und verworfen werden jede Tat, welche stark ist in Ungerechtigkeit. 6. Wehe euch, o Sünder, ihr in der Mitte des Meeres und auf dem Trockenen, deren Bericht böse ist über euch! Wehe euch, die ihr in Besitz nahmt Silber und Gold, welches nicht wurde in Gerechtigkeit, und sprecht: "Reich sind wir an Reichtum, und es wurde uns Wohlstand, und wir haben in Besitz genommen alles, was wir wünschten; 7. und nun wollen wir tun, was wir dachten; denn Silber haben wir zusammen gebracht, und angefüllt unsere Scheuern, und gleich vielem Wasser die Landbebauer unserer Häuser." 8. Und wie Wasser wird zerfließen euere Lüge; denn nicht wird euch bleiben der Reichtum, sondern plötzlich aufsteigen von euch, weil ihr euch alles in Ungerechtigkeit zueignetet, und ihr werdet starker Verfluchung dahin gegeben werden. 9. Und nun beschwöre ich euch, die Klugen und die Toren, weil ihr viel hinschaut auf die Erde, und weil ihr Schmuck ausbreitet über euch, ihr Männer, mehr als eine Jungfrau, in Erhabenheit, in Hoheit, in Größe und in Macht, und in Silber. Aber Gold, und Purpur, und Ehre und Reichtum werden wie Wasser verfließen. 10. Deshalb ist Lehre und Weisheit nicht in ihnen, und dadurch werden sie umkommen zugleich mit ihren Gütern, und mit aller ihrer Pracht und ihrer Ehre, 11. und in Schmach, und in Tötung und in großer Armut wird ihr Geist geworfen werden in einen Ofen des Feuers. 12. Ich habe euch geschworen, o Sünder, daß nicht geworden ist der Berg zum Knechte, und nicht sein wird und nicht ist der Hügel zum Weibe. 13. In einem Jahre ist auch solchermaßen die Sünde nicht gesendet worden auf die Erde, sondern die Menschen haben sie aus ihrem Kopfe geschaffen, und starker Verfluchung werden zu Teil diejenigen, welche sie tun; 14. und Unfruchtbarkeit ist dem Weibe nicht gegeben worden, sondern wegen des Werkes ihrer Hände wird sie sterben kinderlos. 15. Ich beschwor euch, o Sünder, bei dem Heiligen und Großen; denn alle euere böse Tat ist offenbar in den Himmeln, und nicht ist in euch eine Tat der Bedrückung verborgen und nicht geheim. 16. Und meint nicht in eurem Geiste, und sprecht nicht in eurem Herzen: "denn sie wurden nicht bemerkt, und nicht werden sie sehen alle Sünde." Im Himmel schreibt man das, was ist, an jedem Tage auf vor dem Erhabenen. Von nun an sind sie bemerkt; denn alle eure Bedrückung, womit ihr bedrückt, schreibt man auf an jedem Tage bis zu dem Tage eueres Gerichts. 17. Wehe euch, o Toren; denn ihr werdet umkommen in euerer Torheit, und auch die Weisen hört ihr nicht, und Gutes wird euch nicht treffen. 18. Und nun wisset, daß ihr bestimmt seid dem Tage des Unterganges, und hofft nicht, daß leben werden die Sünder, sondern hingehen und sterben, weil ihr nicht wisset das Lösegeld. 19. Denn ihr seid bestimmt für den Tag des großen Gerichts, und für den Tag der Trübsal und großen Schmach für euren Geist. 20. Wehe euch, Verstockte des Herzens, die ihr tut Böses und esset Blut! Woher esset ihr Gutes und trinkt und werdet satt? Weil von allem Guten, welches reichlich geschenkt hat unser Herr der Erhabene, auf der Erde (ist). Und nicht wird euch Friede. 21. Wehe euch, die ihr liebt die Taten der Ungerechtigkeit! Warum hofft ihr für euch auf Gutes? Wisset, daß ihr werdet gegeben werden in die Hand der Gerechten, und sie werden abschneiden euere Hälse, und euch töten, und kein Mitleiden haben gegen euch. 22. Wehe euch, die ihr Freude habt an der Trübsal der Gerechten; denn ein Grab wird nicht gegraben werden für euch. 23. Wehe euch, die ihr vereitelt das Wort der Gerechten; denn nicht wird euch sein Hoffnung des Lebens. 24. Wehe euch, die ihr schreibt das Wort der Lüge, und das Wort der Gottlosen; denn sie schreiben ihre Lüge, damit sie hören und nicht vergessen die Torheit. 25. Und nicht wird ihnen Friede werden, sondern des Todes werden sie sterben plötzlich.

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