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Auf Schneeschuhen durch Grönland. Zweiter Band

Note 71 — Kapitel XXVI. Der grönländische Eskimo.

Mathilde Mann translation

Wenn Mehrere zusammen auf Jagd gegangen sind, so giebt es auch da bestimmte Regeln. Schießen zwei oder mehrere Personen auf ein Rennthier, so gehört es Demjenigen, der es zuerst getroffen, selbst wenn er es nur ganz leicht verwundet hat. Ueber die bei der Seehundsjagd geltenden Regeln sagt Dalager: „Trifft ein Grönländer mit seinen leichten Pfeilen einen Seehund oder ein anderes Seethier, so daß es nicht stirbt, sondern mit dem Pfeil davonläuft, so gehört es, falls auch ein Anderer kommt und es mit seinem Pfeil trifft, doch dem Ersten, hat er aber die gewöhnliche Harpune benutzt und ist die Leine zerrissen, und kommt dann ein Anderer, der trifft, so hat der Erste sein Recht verloren, — schießen sie dagegen gleichzeitig und treffen Beide, so wird das Thier der Länge nach mit Haut und Haar getheilt. Treffen Beide gleichzeitig einen Vogel, so theilen sie ihn der Quere nach. Wird ein todter Seehund mit einer Harpune im Leibe gefunden, so erhält der Besitzer, falls er bekannt und in der Nähe ansässig ist, seine Harpune wieder, der Finder aber behält den Seehund.“ Ganz ähnliche Regeln scheinen auch an der Ostküste zu herrschen.

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