← Table of contents
Zur neuen Lehre

Note 12 — IV.

Reading edition

Die Deutung, welche die visionären Phänomene in der Regel finden, diese ist allerdings Aberglaube. Die einfache Thatsache, daß das Hervortreten jener Erscheinungen durch gewisse klimatische und terrestrische Einflüsse scheint besonders begünstigt zu werden – man denke an die besondere Inclination der Schotten, Westphalen und Esthländer zum »zweiten Gesicht« –, beweist, in welch einem Irrthum sich diejenigen befinden, welche transcendentale Offenbarungen in denselben erblicken. Die Existenz gewisser abnormer Phänomene scheint aber so sicher zu sein, wie die der normalen selbst. Doch folgt aus der Annahme derartiger Erscheinungen noch lange nicht, daß man auch die Möglichkeit spiritistischer Phänomene beglaubige. Dabei kommt es nicht sowohl auf die einzelnen Erscheinungen, sondern auf das Vorhandensein solcher Erscheinungen im Allgemeinen an. Da dies Erscheinungsgebiet vielfach als Tummelplatz schwindelhafter Umtriebe mißbraucht wird, so wird es oft schwierig sein, zwischen Wahrheit und Betrug zu unterscheiden.

Return to IV.
Explore with AITake your curiosity a little further.

Reading settings