Note 44 — Die Brautwerbung.
Reading edition
Der König teilte der Kaiserin-Mutter aus Charlottenburg am 26./28. Oktober 1828 die Verlobung seines Sohnes mit; der Brief hat die Adressatin, die am 5. November 1828 starb, nicht mehr erreicht. An ihrer Stelle antwortete Kaiser Nikolaus Mitte November desselben Jahres (Publikationen aus den Preußischen Staatsarchiven, Bd. 75, 1900, Nr. 410, 455). — Dem Brautpaar gratulierte Friedrich Wilhelm III. mit folgenden Zeilen: Charlottenburg, den 27. Oktober 1828. .... Ein unter so günstigen Umständen geschlossener Bund gewährt sich die heitersten Aussichten für die Zukunft und wird auch sicher von Gott gesegnet werden. Daß der Segen einer liebevollen Mutter nicht ausgeblieben wäre, hätte sie dies frohe Ereignis erleben können, dafür glaube ich Bürge sein zu dürfen. Daß der meinige dabei nicht ausbleiben kann, versteht sich von selbst und recht übermäßig habe ich zu Gott gebetet, daß er Alles zum Besten lenken wolle.
Deiner Auserwählten bitte ich in meinem Namen zu sagen, daß sie sowohl von mir als unserer ganzen Familie mit eben der Herzlichkeit und Zuvorkommenheit aufgenommen werden würde, wie ihre Schwester Marie und daß wir uns glücklich schätzen, sie von nun an als die unsrige betrachten zu dürfen....