Note 49 — Die Brautwerbung.
Reading edition
Am 17. Oktober 1828 hatte der König seinem Sohn aus Potsdam geschrieben: „.... Deine letzten Briefe aus Teplitz waren in der Tat mit so richtiger Fassungsgabe ausgesetzt, daß sie nicht leicht etwas zu wünschen übrig ließen und ich kann nicht unterlassen, Dir darüber meine ganze Zufriedenheit und mein ganzes Wohlgefallen auszudrücken. Wenn man so reist und beobachtet, wie Du, geschieht es mit Nutzen und trägt Früchte. Die politischen Unterredungen, die Du mit dem Kaiser und mit Metternich gehabt, haben ganz besonders meine Aufmerksamkeit in Anspruch genommen. Ich hoffe, sie sollen nicht ohne Nutzen geblieben sein für das, was jetzt fast ausschließlich die größeren Mächte Europas beschäftigt. Mehr ins Detail einzugehen ist jetzt nicht der Augenblick.“ Vgl. dazu: „Der Kaiser von Österreich und Metternich haben mit dem Prinzen Wilhelm in Wien sehr ernstlich über die griechisch-türkischen Sachen gesprochen und ihn für die österreichische Ansicht zu gewinnen gesucht. Der Prinz sagte dem Kaiser dagegen, Österreich habe sich die öffentliche Meinung und mit ihr manchen Vorteil entfremdet, weil es die Griechen gleich von Anfang so sehr herabgesetzt, wenigstens ihre Sache und ihren Mut hätte man anerkennen müssen; ‚Schauens, Sie mögen Recht haben‘, sagte der Kaiser.“ (Varnhagen v. Ense, Blätter aus der preußischen Geschichte, Eintragung vom 2. Dezember 1828.)