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Wanderungen durch die interessantesten Gegenden des Sächsischen Obererzgebirges (Zweites Heft)

Note 6 — Eibenstock[6]

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Nach Körners Nachrichten von Bockau heißt Eibenstock so viel als: Hibanj, ein Aufstand, Aufsitz der auswandernden Völker, und — stogk — ein Stand oder Stillstehen. Demnach ist ohne Zweifel Eibenstock der Ort, auf welchem sich die Wenden niederließen und anbaueten, weil ihre Freiheit und ihre heidnische Religion bedrohet waren, gleichwohl aber zu Anfange des 12. Jahrhunderts zur christlichen Religion bekehrt worden sind. Kein Ort im Erzgebirge trägt so viele Spuren des wendischen Ursprunges an sich, als Eibenstock, wie die Namen: Krottensee, Windisch-Wiesen, Windisch-Knok, Kunitzwald, Denitzgrund und Wilzbach und viele andere lehren.

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