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Walther von der Vogelweide

Note 29 — Dritter Abschnitt. Walthers Wanderleben. Der Hof zu Thüringen. Die Hofsänger. Des Dichters Ansichten von Fürsten und Fürstenräthen, von Geburt, Freundschaft, Manneswerth. Blicke in sein Inneres.

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Damit droht der Mysner (DXCVI). Mit dem Verfalle der Kunst nimmt die Gemeinheit zu. Sie werden trotziger und niederträchtiger zugleich. Dem Kargen, der sich selbst bedürftig stellt, wünscht der Unverzagte (III), daß seine Hand eines fremden Mannes Kleid auf seines Weibes Bette finden möge. Der Urenheimer (CCVI) sagt gerade heraus: »also man den Meister lohnet, also wischet er das Schwerdt.« Rumelant von Schwaben (CCCLXXXI) verhehlt nicht, daß er mit seinen Lobliedern gelogen habe. Doch hat ihm ein weiser Prediger gesagt, daß hübsche Lüge nicht große Sünde sey. Der Unverzagte (XIX) äussert noch: »Man soll gnädige Heilige fern in fremden Landen suchen, so such' ich werthe Leute, die ihr Gut mit Ehren zehren. Welcher Herr mir Gnade thut, der soll mein Lob hinnehmen. Sie sind heilig, die mir geben um Gottes und der Ehre willen. Die lebenden Heiligen müssen selig seyn!«

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