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Walther von der Vogelweide

Note 76 — Achter Abschnitt. Friedrich II. und die Päbste. Erzbischof Engelbert von Köln. Die Kreuzzüge. Walthers Kreuzfahrt.

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In gleichem Sinne spricht auch der

Freigedank

, ein Spruchdichter des 13ten Jahrhunderts:

Sünde Niemand mag vergeben, Wann Gott einig, dar sollen wir streben. (Müll. Ausg. V 3180 f.) Alle Schatzes Flüsse gehn Zu Rome (nach Rom) bis sie da bestehn (bleiben), Und doch nimmer wird voll, Das ist ein unsinnig Hohl. So kommet alle Sünde dar, Die nimmt man da den Leuten gar &c. (V. 3185 ff.) Das Netz kam zu Rome nie, Damit Sankt Peter Fische fie (fieng), Das Netz ist ihm verschmähet. Römisch Netz fähet Silber, Gold, Burge und Land; Das war Sankt Petern unbekannt. Sankt Peter war zu Recht ein Degen, Den hieß Gott seiner Schafe pflegen, Er hieß ihn nicht Schafe bescheeren, Nun will man Scheerens nicht entbehren. Unrecht ist zu Rome erhaben, Recht und Gericht ist da abgeschaben. (V. 3880 ff.)

Reinmar

von

Zweter

singt:

Der Pabest hat viel reiche Kind (Kinder), Die minnet er, wo sie gesessen in den Landen sind, Mit ihnen theilt er seinen Segen, so theilen sie mit ihm ihr Gold. Dieselben Kind sind ihm so traut, Daß er ungerne käme mit Schlägen auf ihrer eines Haut. Wollte Gott, es wären ihm die habelosen Kind halb also hold (lieb)! Eh' daß der arme Sohn sein Recht behärte, So ist der reiche auf seiner Vorderfährte &c. (Pf. Hds. 350)

Cf. Odon. Ernest. L. I. p. 317.

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