Note 81 — Achter Abschnitt. Friedrich II. und die Päbste. Erzbischof Engelbert von Köln. Die Kreuzzüge. Walthers Kreuzfahrt.
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Köpke
a. a. O. glaubt, daß dieses Gedicht im Jahr 1234, also geraume Zeit
nach
dem Kreuzzuge Friedrichs II., abgefaßt sey. Er deutet nemlich die Untreue des Kindes gegen den Vater auf die Empörung des römischen Königs Heinrich wider seinen Vater, den Kaiser, und die Worte: »Der Bruder seinem Bruder lüget« auf die Feindschaft zwischen Heinrich und seinem jüngern Bruder Konrad. Diese besondre Beziehung ist mir nicht wahrscheinlich. In dem Lied eines späteren Dichters (
Müll.
Samml. II Bd. CCCCXLVIII) kömmt die ähnliche Stelle vor:
Menschenkind, denket daran! -- Es ist in der Welt wohl Schein, daß Endes Tag will kommmen. -- Das Kind trauet nicht dem Vater sein Noch Vater seinem Kinde nicht, das haben wir wohl vernommen.
(Vgl.
Reinm.
v.
Zwet.
II 134a 4.) Das Ganze beruht auf bekannten Stellen der Schrift, wie unser Dichter selbst zu erkennen giebt.