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Vier Jahre in Spanien. Die Carlisten, ihre Erhebung, ihr Kampf und ihr Untergang

Note 99 — XXX.

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Ich erinnere mich zweier Anekdoten von ihm, die ziemlich bezeichnend sind. Als er gerade das Commando übernommen hatte, erfuhr er, daß die Anführer und Officiere der zu bändigenden Horden selbst ihre Leute zum Widerstreben reizten und jede seiner Maßregeln und Handlungen bekrittelten oder gar lächerlich machten. Er versammelte sie auf der Parade, ließ einen Hund in die Mitte führen, hielt ihm eine heftige Strafrede, weil er schlecht von seinem General, der an des Königs Statt dastehe, gesprochen habe, und drohete, im Wiederholungsfalle ihn zu erschießen. — Da die disciplinwidrigen Äußerungen noch nicht aufhörten, wurden die Officiere wieder versammelt, der Hund ward gebunden von der Wache her gebracht, und der Graf erklärte ihm, daß er, trotz der Warnung desselben Verbrechens schuldig, nun erschossen werde. Ein Piquet ward beordert und der Hund füsilirt. — Dann wandte sich der General zu den Officieren mit den Worten. „Meine Herren, ich warne nie öfter, als zwei Mal!“ — Niemand gab ihm Gelegenheit, die Anwendung des aufgestellten Beispieles weiter zu treiben.

Später beklagten sich die Officiere, daß sie so schlecht besoldet würden, daß sie kaum davon essen könnten. In der That erhielten sie, da ihnen der Gehalt nicht ausgezahlt wurde, wenig mehr als die so reichlich bedachten Soldaten. — España lud eines Tages das Officier-Corps zum Frühstück ein. Eine Schüssel mit gesalzenen Häringen ward aufgetragen, ihr folgte eine andere mit gekochten Häringen, dann eine dritte mit Häringen, in Öl gebraten, und wieder eine mit gerösteten Häringen. Ein Commißbrod lag auf dem Tisch, und kristallhelles Wasser war im Überfluß zur Löschung des mächtig angeregten Durstes vorhanden. — Erstaunt sahen die Officiere sich an, da sie gehofft hatten, der General werde heute seiner gewohnten Frugalität entsagen; als dieser lächelnd sie aufforderte, frei auf Soldatenart das Mahl eines Soldaten zu theilen. „Ich äße gern wilde Enten, Pasteten und köstliche Leckerbissen — denn ich bin gewaltig lecker, meine Herren! — und ich tränke gern Xerez oder Champagner. Aber das Geld, das Geld! Der Gehalt wird nicht bezahlt, ich bin meinem Könige in den jetzigen Umständen ein so leichtes Opfer schuldig; und Häringe, zwei Stück für einen Sou, sättigen mich am Ende eben so gut. Dann werde ich durstig, und das Wasser schmeckt mir trefflich, das kostet aber gar nichts. — Greifen sie zu, meine Herren! Auf baldiges Frühstück in den Hotels von Barcelona!“

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