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Versuch einer Ethnographie der Philippinen

Note 3 — II. Malaien.

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Machen sich bei einer Frau die Geburtswehen fühlbar, dann trifft der Gatte alle Anstalten, um dem Patianac und dem Usuang entgegenzutreten, beides sind böse Dämonen. Der Patianac sucht die Geburt unmöglich zu machen und ebenso wie der Usuang die neugeborenen Kinder zu tödten (Mas, pobl. 92). Man schreibt dem Vogel Tictic es zu, dass er diesen beiden Unholden durch seinen Gesang jene Orte anzeige, wo eine Kreisende sich befinde. Um nun diese bösen Geister abzuhalten, steigt der Gatte der Wöchnerin ganz nackt3 oder nur mit einem Schurze bekleidet auf das Dach seiner Hütte, bewaffnet mit dem Campilan, der Lanze und womöglich mit einem Schilde, um das Haus stellen sich seine Freunde auf und nun haut und sticht er wüthend in der Luft herum, damit die beiden Unholde nicht in die Hütte eindringen können (Mas, pobl. 123). Oft suchen sie den Patianac dadurch irre zu führen, dass sie die Kreisende schnell in eine andere Hütte bringen und so den Unhold im Besitze des leeren Hauses lassen (Fr. Tomas Ortiz in Mas, pobl. 92).

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