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Versuch einer Ethnographie der Philippinen

Note 1 — II. Malaien.

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Nächst dem Reis werden noch Camóte und Mais gebaut. Camóte (Convulvulus batatas) wuchert beinahe ohne jede Pflege, sie ist „eine unversiegbare Vorrathskammer für den Besitzer, der das ganze Jahr hindurch seinen Bedarf dem Felde entnehmen kann” (Jagor 122). Von Nahrungspflanzen für heimischen Bedarf werden noch Gabi (Caladium), Ubi (Dioscorea) und zwei Arumarten cultivirt. Der Cacaobaum wird zwar gepflanzt, liefert aber bei der Indolenz der Eingeborenen und der Empfindlichkeit des Baumes einen schlechten Ertrag. Der Caffeebau, für den Export bestimmt, nimmt immer mehr zu, Zuckerrohr wird von den Tagalen nicht in der Menge gebaut, wie von den Visayern. Die Fruchtbäume des ostindischen Archipels werden auch von den Tagalen gezogen, ich gebe hier die wichtigsten nach der „Ilustracion filipina” (1859, n. 12, p. 99) mit den tagalischen Namen an: Manga (Mangifera indica), Saguing (Musa paradisiaca) von den Spaniern „plátano” genannt, Atte (Annona squamosa), Sapote (Sapote nigra), Tampoy (Eugenia Malaccensis), Piña (Bromelia ananas), Mangostan (Garciana mangostana), Sagú (Sagus Rumphii). Die Cocospalme ist nächst der Musa paradisiaca der wichtigste Fruchtbaum. Sie wird in grossen Wäldern oder Hainen (Cocales) gepflanzt, bekannt sind die Cocoteros von Pagsanjan, die Cocosnüsse werden von dort in haushohen Pyramiden über die Laguna de Bay und den Pasig nach Manila gerudert: „diese Massen haben keine weitere Unterlage als die Cocosnüsse selbst, deren unterste Schicht mit Stricken zusammengebunden ist” (Hügel 236). Aus der Milch der Cocosnuss bereiten sie verschiedene süsse Speisen und Bäckereien, insbesondere die Speise Macapumi (Scheidnagel 75), diese Palme liefert ihnen den so beliebten Tuba-Wein, und das Cocosöl dient zum allgemeinen Leuchtmaterial, sowie zur Pomade. Aus dem Zuckerstoffe der Buripalme bereiten sie die Zuckerspeise Chancaca, desgleichen aus Pilikörnern1 (Scheidnagel, l. c.). An den Flussläufen wird Nipa littoralis gezogen, von welcher auch Branntwein gewonnen wird. Von Nutzpflanzen werden von den Tagalen Baumwolle, Indigo und Abacá (Manilahanf) gebaut. Der Tabak wurde vor der Einführung des Monopols von den Tagalen fleissig gepflanzt, jetzt (seit 1781) ist sein Anbau auf bestimmte Provinzen beschränkt. Von den erwähnten Pflanzen sind folgende erst durch die Spanier eingeführt worden: Indigo(?), Tabak, Mais, Caffee, Cacao und Camóte.

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