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Versuch einer Ethnographie der Philippinen

Note 2 — I. Negritos.

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Stirbt ein Negrito (in Ilócos Norte), so wird er im Gebirge begraben, in das Grab werden ihm Feuerstein, Waffen und Stücke Wildpret mitgegeben, desgleichen von allem, was dem Verstorbenen nahe ging, wenigstens ein Theil (Ilustr. 1860, n. 12, p. 153). Dr. Meyer fand die Leichen der Zambales-Negritos in ausgehöhlten Baumstämmen2, nur einen Fuss tief unter der Erdoberfläche, in diesen rohen Särgen fand sich nur hie und da eine Eisenspitze. Der Kopf der Todten wird in ein rohes Gewebe gehüllt (Schadenberg 148). Die Gräber waren auch äusserlich kenntlich: sie besassen ein Schutzdach von Bambus und Palmzweigen, ein Bambusgitter umgab das Grab (Meyer 17), letzteres sah auch Mas bei den Negritos vom Mte. Camachin (Mas, pobl. 4). Diese pflegen ein Jahr lang die Grabstätte gänzlich zu meiden, die Negritos von Nordost-Luzon verlassen zwar den Ort, bleiben aber in der Nähe, um zu verhindern, dass jemand die Stätte betritt. Wer diess thut, wird aus sicherem Verstecke durch Pfeilschüsse getödtet3 (Semper, Erdk. X, 255); sollte diess nur eine Strafe für die Entweihung der Stätte sein, oder soll durch die Tödtung des Fremden der Verlust des eigenen Stammes gleichsam wettgemacht werden?

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