Note 113 — Chapter VIII
Reading edition
“Man hat dieselbe jederzeit anerkannt und mit den Worten Vorgefühl oder Ahnung bezeichnet; indess beziehen sich diese Wörte einerseits nur auf zukünftiges, nicht auf gegenwärtiges, räumlich getrenntes Unwahmehrnbares, anderseits bezeichnen sie nur die leise, dumpfe, unbestimmte Resonanz des Bewusstseins mit dem unfehlbar bestimmten Zustande der unbewussten Erkenntniss. Daher das Wort Vorgefühl in Rücksicht auf die Dumpfheit und Unbestimmtheit, während doch leicht zu sehen ist, dass das von allen, auch den unbewussten Vorstellungen entblösste Gefühl für das Resultat gar keinen Einfluss haben kann, sondern nur eine Vorstellung, weil diese allein Erkenntniss enthält. Die in Bewusstsein mitklingende Ahnung kann allerdings unter Umständen ziemlich deutlich sein, so dass sie sich beim Menschen in Gedanken und Wort fixiren lässt; doch ist dies auch im Menschen erfahrungsmässig bei den eigenthümlichen Instincten nicht der Fall, vielmehr ist bei diesen die Resonanz der unbewussten Erkenntniss im Bewusstsein meistens so schwach, dass sie sich wirklich nur in begleitenden Gefühlen oder der Stimmung äussert, dass sie einen unendlich kleinen Bruchtheil des Gemeingefühls bildet.”—Philosophy of the Unconscious, 3d ed., p. 86.