Note 1 — Vorrede der Eule
Friedrich von Oppeln-Bronikowski translation
Diese Behauptung ist zutreffend. Der Dichter hat einer kleinen vlämischen Schrift aus der van Paemel’schen Sammlung, betitelt: Het aerdig leven van Thyl Ulenspiegel, die Kapitel VI, XIII, XVI, XIX, XXIV, XXXV, XXXIX, XLI, XLII, XLIII, XLVII, XLVIII, XLIX, LIII, LV, LVII und LX des ersten Buches seines Werkes entnommen. Jedoch haben alle bedeutsame Veränderungen erlitten, ausgenommen das LXII, LXIII, LXIV Kapitel. Die andern vom LXI bis zum Ende des Werkes sind de Costers Schöpfung, also auch die Bücher II, III, IV, V, die reine Erfindung sind. Wir müssen indes auf zwei Ausnahmen aufmerksam machen: 1. die Predigt des Broer Adriaensen Cornelis, die in Bruchstücken einer Sammlung von 1590 entlehnt ist. Der Verfasser mußte etliche Stücke von Predigten dieses grimmen Kanzelredners zusammenflicken, um, ohne sich ständig zu wiederholen, ein genaues Gemälde der verschiedenen Sekten des XVI. Jahrhunderts zu zeichnen. 2. Von dem Geusenlied in Buch III, Kap. 5 nur der Kehrreim, der einem Liede jener Zeit entnommen ist. Die Tatsachen, die der Geschichte angehören, u. a. die Plünderung der Frauenkirche in Antwerpen und das Lied der Verräter, stützen sich, was das erste anbelangt, auf die bestimmte Angabe eines sehr geschätzten Chronisten, Van Meeeren, und das Lied der Verräter auf Dokumente von unanfechtbarer Glaubwürdigkeit, die sich in den königlichen Archiven zu Brüssel befinden.