Note 11 — 5. DIE GESCHICHTE VON DER SCHÖNEN, DIE DAS ERREICHTE, WAS SIE WOLLTE
Reading edition
Am Abend verbarg sich die Mutter in einem Schranke. Der Vogel kam wieder und sagte: „Meine Prinzessin, vierzig Tage wirst du einen Toten bewachen und danach das erreichen, was du willst.“ Dann flog er wieder fort. Als die Mutter dies hörte, sagte sie: „Ach, mein Mädchen, komm, wir wollen uns vor dem Vogel retten und flüchten.“ Darauf nahmen sie ihre Sachen, die an Last leicht, an Wert schwer waren, und machten sich auf den Weg. Sie kamen an ein anderes Schloß, wohnten in einem Teile außerhalb des Schlosses. In der Nacht legten sie sich schlafen und schliefen ein. Der Vogel kam wieder, ergriff leise das Mädchen und führte es in ein Zimmer innerhalb des Schlosses. Dann flog der Vogel weg. Als das Mädchen seine Augen öffnete und sich umschaute, sah sie sich in dem Schlosse, und in der Mitte des Zimmers lag in einem Bette ein Toter. Als das Mädchen das sah, wäre sie beinahe ohnmächtig geworden und sagte: „Ach, nun hat der Vogel doch recht. Das ist von Gott; ich werde ertragen, was mir auf die Stirne geschrieben ist11. Das Ende wird ja gut, so Gott will.“