Note 20 — 11. DIE GESCHICHTE VON DSCHEFA UND SEFA
Reading edition
Eines Tages kommen sie nach Indien. Aus Freude, daß die Tochter des Padischahs von Jemen als Braut für den Sohn des Padischahs von Indien kommt, werden Kanonen abgeschossen und Freudenfeste abgehalten. Die Türen des Schlosses werden geöffnet und man ging ihnen entgegen. Die Sklavinnen fassen ihn unter den Arm20 und führen ihn ins dritte Stockwerk hinauf. Kurz, in jener Nacht bringt man Dschefa, in der Meinung, daß er ein Mädchen sei, in das Brautgemach. In jener Nacht zeigte er sich dem Bräutigam nicht gefällig. Am Morgen ging der Prinz grollend weg, die vermeintliche Braut blieb im Schloß. Nach einigen Tagen, während die Braut im Garten spazieren geht, erscheint von ungefähr die Schwester des Bräutigams und sagte: „Ach, meine Prinzessin, komm, wollen zu Gott bitten, vielleicht wird einer von uns ein Mann.“ Das wäre für das Mädchen ein Glück gewesen. Dschefa betete und das Mädchen sagte „Amen“. Sie untersuchten sich. Das Mädchen sagte: „Bei mir ist nichts.“ Dschefa sagte: „Bei mir ist etwas geworden.“ Sie umarmen sich und pflücken die reifen Küsse von ihren Wangen, die anderen heben sie sich für später auf.21