Note 17 — 10. DIE GESCHICHTE VOM DIEBE UND VOM TASCHENDIEBE
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„Mein Padischah, einst gab es einen Dieb und einen Taschendieb. Beide hatten eine Frau. In der Nacht gebrauchte sie den einen und am Tage den andern. — Dreh die Gans um, damit sie nicht anbrennt.17 — Als die Sache bekannt wurde, kam sie vors Gericht. Dort sagte man: ‚Ihr müßt eine Prüfung ablegen.‘ Der Taschendieb führte seine Sache aus. — Dreh die Gans um, damit sie nicht anbrennt und unser Padischah es merkt! — Der Dieb kommt in dies Schloß. Der Taschendieb briet die Gans, der Dieb steckte den Hofmeister des Padischahs in einen Sack und hängte ihn an die Decke. Er selbst ging zum Padischah und fing an ihm die Kniee zu reiben. — Dreh die Gans um, damit sie nicht anbrennt!“ — Als der Taschendieb dies draußen hört, sagt er: „Wenn der Padischah merkt, daß ich die Gans brate, dann schlägt er uns beiden den Hals ab“, und seine Hände und Füße fangen an zu zittern. Der Padischah sagt: „Hofmeister, was soll das heißen: ‚Dreh die Gans um, damit sie nicht anbrennt!‘ “ Er antwortete: „Mein Herr, das ist eine Redensart. Dann, mein Padischah, kamen sie hierher, verlangten weiter nichts, haben nur Ihre Gans gegessen und aus Ihrem Schlosse nichts genommen und der Dieb hat soviel Mut gezeigt. Wem fällt nun die Frau zu?“ Der Padischah sagte: „Dem Diebe.“ Schließlich schlief der Padischah ein.