Note 103 — Chapter II
Reading edition
Martius: Von dem Rechtszustande unter den Ureinwohner Brasiliens, p. 80, and reprinted in his Beiträge zur Ethnographie, etc., Leipzig, 1867, quarto. “Der dermalige Zustand dieser Naturwesen beurkundet, dass die amerikanische Natur schon seit Jahrtausenden den Einfluss einer verändernden und umgestaltenden Menschenhand erfahren hat. Auf den Antillen und dem Festlande fanden die ersten Conquistadores den stummen Hund als Hausthier und auf der Jagd dienend, ebenso das Meerschweinchen in St. Domingo in einem heimischen Zustande.... Das Llama war in Peru schon seit undenklicher Zeit als Lastthier benützt worden, und kam nicht mehr im Zustand der Freiheit vor; ja sogar das Guanaco und die Vicunna scheinen damals nicht ganz wild, sondern in einer beschränkten Freiheit den Urbewohnern befreundet, gelebt zu haben, da sie, um geschoren zu werden, eingefangen, so dann aber wieder freigelassen würden.... Die Cultur dieser Pflanze (Maize) aus welcher die Peruaner auch Zucker bereiteten, ist uralt; man findet sie, und die Banane, den Baumwollenstrauch, die Quinoa- und die Mandioca-Pflanze ebenso wenig wild in America als unsere Getreidearten in Asien, Europa und Africa. Die einzige Palme, welche von den Indianern angebaut wird, hat durch diese Cultur den grossen, steinharten Saamenkern verloren, der oft in Fasern zerschmolzen, oft gänzlich aufgelöst ist. Ebenso findet man die Banane, deren Einfuhr nach America geschichtlich nicht nachgewiesen werden kann, immer ohne Saamen. Man weiss aber aus anderen Erfahrungen, welch’ lange Zeit nothwendig ist, um den Pflanzen einen solchen Stempel von der umbildenden Macht menschlichen Einflusses aufzudrücken. Gewiss, auch in America sind die dort heimischen Nutz-Pflanzen der Menschheit seit undenklichen Zeiten zinsbar unterworfen.”