Note 391 — II THE RATE FOR NEWSPAPERS (continued 2)
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"Der Zonentarif ist meiner Ansicht nach vollkommen gerechtfertigt auch vom Gesichtspunkte der Leistung und der Gegenleistung aus. Die kleine Provinzpresse bleibt auf einen kleinen Verbreitungsbezirk beschränkt, und dort ist sie in vielen Exemplaren an einem und demselben Orte verbreitet. Die grosse Presse dagegen geht in einzelnen Exemplaren durch das ganze Reich, sie verursacht demgemäss der Post bedeutend mehr Kosten und Lasten, mehr Arbeit als die kleine Presse. Der Herr Staatssekretär des Reichspostamts hat das in der Kommission selbst zugeben müssen. Er wies z. B. darauf hin, dass schon jetzt durch die grosse Anzahl von Blättern, welche von Berlin aus in die Provinz hineingehen, die Post gezwungen wäre, tagtäglich einen Extrapostwagen zu stellen, welcher lediglich Zeitungen von hier nach Köln mit der Eisenbahn befördert; die Beförderung dieses einen Wagens koste der Post 120,000 Mark. Bei dieser Beförderung kommt aber im grossen und ganzen nur die grosse oder die farblose Presse, welche zu einem billigeren Preise gegeben wird, in Betracht. Die kleine Provinzpresse macht der Post nicht derartige Ausgaben, wie ich bereits vorhin betont habe. Daher erscheint es angebracht, dass wir zwei Zonen schaffen, dass die Zeitungen in der ersten Zone zu einem billigeren Satze versendet werden als diejenigen in der zweiten Zone."—Dr. Marcour, 15th November 1899; Reichstag, Official Reports, vol. iv. p. 2796.