Note 11 — Zur Einführung.
Reading edition
Dr. Otto Blau, in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts preussischer Konsul zu Sarajevo, hat die Lieder Uskufîs und noch einiger anderer Dichter dieser Art, mit Übersetzung und sprachlichen Erläuterungen einbegleitet, im V. Band der Abhandlungen für die Kunde des Morgenlandes (herausgegeben von der morgenländischen Gesellschaft) publiziert. In der Wertschätzung dieser Erzeugnisse scheint mir Blau viel zu hoch ausgeholt zu haben. Die eigentlich schönen Lieder sind direkt türkisch und nur durch slavische Zeilen versetzt; sie sind auch nicht in der Mischsprache verfasst. Ähnliche Gemengsel von Versen in verschiedenen Sprachen, z. B. der deutschen und der lateinischen, der polnischen und lateinischen oder der polnischen und deutschen, sind auch bei uns wohl bekannt. Oskar Kolberg bietet in seinem monumental-klassischen Sammelwerke polnischer Volküberlieferungen eine stattliche Reihe derartiger Dichtungen11 dar.