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Slavische Volkforschungen

Note 3 — Zur Einführung.

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Ich glaube durch meine bisherigen Veröffentlichungen den Nachweis erbracht zu haben, dass die Guslarenlieder nicht bloss ein spezifisch slavisches Publikum interessieren mögen, sondern geeignet sind, auch die Aufmerksamkeit aller nichtslavischen Volk- und Völkerkundigen in hohem Masse auf sich zu ziehen. Kein geringerer als Friedrich von Hellwald, ein gewiss stimmbefugter und unverdächtiger Beurteiler, schrieb einmal mit Bezug auf mein Buch ‘Sitte und Brauch der Südslaven’ (Wien 1885): »Bei den Slaven zeigt sich das Patriarchat lange noch nicht so fortgeschritten, wie bei den Griechen und Römern. Eben deshalb geziemt es, jene östlichen Völker vor diesen zu studieren. Es wird sich dabei herausstellen, wie haltlos die Annahme jener ist, welche die im klassischen Altertum vorgefundenen Familienzustände, ohne alle Rücksicht auf die vergleichende Völkerkunde, als die ursprüngliche darzustellen lieben«.3 Nicht minder beziehungreich äusserte sich ein Post4: »Die neuerdings von Krauss (Sitte und Brauch der Südslaven 1885) gesammelten südslavischen Gewohnheitrechte sind universalrechtgeschichtlich von höchstem Interesse. Sie repräsentieren eine Stufe in der Rechtentwicklung, welche wir sonst nur bei ganz tiefstehenden Völkern antreffen. Wir finden fast alle Erscheinungen des reinen Geschlechterrechtes, eine vollständige Geschlechterverfassung gestützt auf Hausgemeinschaften« usw. usw.

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