Note 4 — Novak der Heldengreis.
Reading edition
Das ist die Örtlichkeit unseres Guslarenliedes. Die Fabel klingt nur etwas anders, etwas modernisiert. Der Gebieter (Ban) der Burg von Janina (Janok) freit um die Prinzessin von Bulgarien. Der Fürst kann sie ihm nicht ohne weiteres überlassen; denn er weiss, was er seinem Drachen schuldig ist. Der Ban von Janok holt sich dann unter Beistand Novaks und anderer Helden die Braut ab, nachdem Novak das Ungeheuer glücklich getötet. Die Fabel erscheint hier ins Serbisch-ritterliche übersetzt und der märchenhaft grellen Szenerie einigermassen entkleidet. Der Drache hat menschliche Gestalt angenommen und sitzt als schwarzer Araber hoch auf einem brüllenden Beduinenrappen. Sonst erfreut sich der Schwarzaraber des Besitzes dreier Köpfe, wie z. B. der, mit dem mein Orlović einen Strauss ausgefochten4; von rechtswegen müsste er als Drache siebenköpfig sein. In unserem Liede ist der Araber bloss einköpfig, doch sieben Bräutigame und deren Gefolgschaften hatte er ums Leben gebracht. Ein bulgarisches Guslarenlied erzählt uns des näheren vom Aussehen des Arabers und es empfiehlt sich die kurze Schilderung hier zu wiederholen, um unser Lied damit erläuternd zu ergänzen, auf dass man begreife, was für wackerer Degen sein Besieger, Novak der Heldengreis, gewesen.