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Slavische Volkforschungen

Note 3 — Novak der Heldengreis.

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Novak (novus, der Neue) war des Helden Vorname, sein Beiname (nach bulgarischer epischer Überlieferung) Herr von der Burg Klisura (irgendwo bei Vakarel Ichtiman); sein Spitzname Debeljak (Dickwanst). Sein Bruder hiess nach den serbischen Guslarenliedern Radivoj und der Sohn Grujo (Georg). Klisura, griechisch Litharisa ist ein im bulgarischen Gebiet häufig vorkommender Namen auf Felsen erbauter Burgen, für den Serben dagegen ist klisura nur eine studena stijena, der kalte Felsen. Wenn nun Novak in einem kalten Felsen haust, befindet sich wohl im Gestein eine Höhle. Also erniedrigte erst die serbische Sprache und Sage den alten, greisen Novak zum Höhlenbewohner. Eine Sage gebiert die andere. Was mag den fürtrefflichsten aller Kämpen zur Flucht in die Einöde bewogen haben? Die Sage macht dafür schlankweg »die verfluchte Königin Jerina« (prokleta Jerina) verantwortlich. Diese, im übrigen recht harmlose Dame, hauste in Zvornik oder auf der Veste von Srebrnica in Bosnien. Statt der Zugtiere liess sie Menschen vor den Pflug spannen und heischte vom Volke hohe Steuern. Das Steuerzahlen war aber bei den Serben nicht einmal in der epischen Epoche ein beliebter Sport. Bei den Chrowoten und Serben verspricht fast jeder Parlamentkandidat in seiner Programmrede den versammelten Wählern gänzliche Aufhebung aller Grundsteuern und Abgaben, oder zum Mindesten deren Abwälzung auf die Juden3. Das packt. Auch Novak entschloss sich, sein Volk zu befreien, und:

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