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Slavische Volkforschungen

Note 2 — Novak der Heldengreis.

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doch der Alte ist noch immer der erste und wackerste Held. Mustapha der Schmerbauch unternimmt mit seinem Bruder Halil dem Falken, mit Suša von Posušje und mit Tale dem Schalknarren, samt Gefolgschaft einen Raubzug ins Dalmatische. Der greise Ćejvan muss mit, denn brez starca nema udarca. Im Hochwald lagern sich die Ritter und die Rotten unter Tannen zur Rast. Man tat sich gütlich an Wein und Braten — im Quorân steht ja nicht, dass bosnische Moslimen keinen Wein trinken dürfen —, bis sich behagliche Stimmung einfand. Sprach nicht Halil, der Jüngling, jetzt wäre es am schönsten, hätte jeder Held ein holdes Mädchen zum Kosen unterm Tann auf weichem Rasen. Und Ćejvan hub an die Wunder der Welt zu preisen, und schloss wie ein verliebter Schäfer seine weisen Betrachtungen über das Weltall mit den Worten: »das allerschönste bleibt und ist ein schönes Mägdlein!« Die gesamte Zuhörerschaft lachte vergnügt dazu, nur Mustapha fing an zu höhnen: »Was soll einem Greis ein Mädchen frommen? Alte Knochen, schwache Arme. Weh dem Mädchen in des Greisen Armen!« Darob ergrimmte Ćejvan, und Halil fuhr auch wild auf. Sie kündigten auf der Stelle Mustapha die Freundschaft, und ihnen schlossen sich die besten Kämpen an. Sie stiegen hinab ins Küstenland und führten einen blutigen Kampf gegen Šimun Breulja und Smiljanić Ilija. Die Gelegenheit machte sich Mustapha zu Nutze und plünderte inzwischen ungestört Šimuns Warte und raubte dessen Ehegemahlin2.

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