Note 1 — Novak der Heldengreis.
Reading edition
Brez starca nema udarca, »Ohn Alten gibt es keinen Angriff«, sagt das Sprichwort, das unzweifelhaft mit Hinblick auf greise, in Guslarenliedern verherrlichte Helden entstanden sein dürfte. Es gab solcher Helden oder richtiger, die mythenbildende Volkphantasie schuf sich welche, um einem bestimmten Empfinden und Gefühl der poetischen Eingebung gerecht zu werden. Jug Bogdan, der altehrwürdige Greis, der Schwiegervater des Kaisers Lazar, zieht mit allen seinen neun Söhnen in die Schlacht auf Leitengeben (Kosovo) und findet mit den Seinigen im Schlachtgewühl den Tod. Mehr und anderes weiss das Guslarenlied von ihm nicht zu künden. Von einem anderen alten Herrn, dem Stari Stipurile (der alte Steffel) erzählt ein Lied meiner Sammlung.1 Stipuriles feste Burg stand irgendwo im dalmatischen Küstengebiet. Einmal traf es sich, dass seine Söhne und Eidame mit ihren Reisigen auf Abenteuer über den Karst ins Türkische ziehen sollten, um Vergeltung zu üben. Ohne den Alten mochten sie nicht aufbrechen. Gerüstet und kampfbereit, wie sie waren, eilten sie in die Weinberge zum Alten und trafen ihn, dem edlen Waidwerk ergeben: