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Slavische Volkforschungen

Note 26 — Hexen.

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Gesagt, getan. Er schlief also die dritte Nacht in des Kameraden Bett; die Hexe stellte sich wiederum ein, versetzte ihm mit dem Zaume einen Schlag und im selben Augenblicke verwandelte er sich in ein Pferd. Eine Weile ritt sie auf ihm herum, dann band sie ihn an einen Baum an und entfernte sich irgendwohin. Diesen Augenblick benützte er, um den Zaum von sich abzustreifen, dann liess er ihn lose an einem Ohr hängen und wartete auf ihre Rückkehr. Kaum war sie zur Stelle, so streifte er vollends den Zaum ab, verwandelte sich wieder in einen Menschen und gab ihr einen Streich mit dem Zaume, worauf sie sogleich die Gestalt einer weissen Stute annahm. Er bestieg sie und ritt nach Hause. Zu Hause angelangt, band er sie an einen Pflock und weckte seinen Kameraden auf, er solle hurtig aufstehen, eine Stute müsse beschlagen werden. Der Magere liess sich dies nicht zweimal sagen, sprang vom Lager auf und im Handumdrehen war die Stute beschlagen. Hierauf nahmen sie ihr den Zaum ab, sie verwandelte sich in ihre vorige Gestalt und wankte in ihr Zimmer hinein, wo sie sich aufs Bett legte. In der Früh kam der Schmied, ihr Mann, sie zu wecken, damit sie das Frühmahl zubereite. Sie entschuldigte sich, sie könne nicht aufstehen, weil sie sich durch und durch krank fühle. — »Was fehlt Dir denn?« fragte er, und sie antwortete: »Ich bin beschlagen worden.« — »Was? Wer hat Dich beschlagen?« — »Wer anderes als deine zwei Lehrjungen." — Sogleich ging er zu den zwei Burschen und fragte sie, wie sie sich unterstanden, die Frau zu beschlagen. Sie stellten sich darüber ganz erstaunt und meinten, sie hätten niemand anderen als nur einer weissen Stute Hufeisen angenagelt. Da erkannte der Meister sofort, sein Weib sei eine Hexe, drum liess er Dornen auf einen Haufen zusammentragen, legte sein Weib darauf und sie musste elendiglich verbrennen.26

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