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Slavische Volkforschungen

Note 24 — Hexen.

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In Slavonien begnügt man sich mit dem Zerbröckeln der Eierschalen allein nicht, sondern man wirft sie, ebenso wie Nägelabschnitzel und ausgekämmtes Haar, sogleich ins Feuer, um jede Hexerei mit diesen Dingen unmöglich zu machen. Wenn die Hexen übers Meer fahren, benützen sie Eierschalen als Fahrzeuge. Derselbe Volkglaube findet sich noch gegenwärtig in Deutschland. A. Wuttke berichtet darüber: »Wenn man gekochte Eier gegessen hat, muss man die Schalen zerdrücken oder verbrennen, sonst legen die Hühner nicht mehr, oder sonst kommen die Hexen über sie«.24 Genau stimmt mit dem Zuge in der mitgeteilten Sage die Nachricht überein, die sich bei J. W. Wolf in den »Niederländischen Sagen« (Leipz. 1843) St. 248, 515 und 572 findet: »Wenn man Eier gegessen, muss man die Schalen zerbrechen, damit sie von den Hexen nicht als Böte gebraucht werden.« Nach Choice (Notes from Notes and Queries. London 1859, S. 7) herrscht in Holland der Glaube, dass die Hexen in Eierschalen nach England zu fahren pflegen. Der berührte Volkglaube ist auch auf der Pyrenäischen Halbinsel heimisch. Darüber findet sich nebst den angeführten eine weitere Nachricht bei Felix Liebrecht (Zur Volkskunde. Heilbronn 1879, S. 375), der aus Leitão Garret’s Schrift »Donna Branca ou a Conquista do Algarve (Paris, 1826) folgendes entnimmt: »Auf dem Lande ist es ein gewöhnlicher Aberglaube, die Schalen der genossenen Eier zu zerdrücken, aus Furcht, dass die Hexen sich ihrer bedienen möchten, um darin durch die Luft nach Indien oder andern fernen Ländern zu schiffen, woselbst sie das Blut ungetaufter Kinder auszusaugen oder einen andern ihrer gewöhnlichen Streiche auszuführen pflegen. Jedoch ist es unerlässlich, dass sie rasch und vor dem Krähen des schwarzen Hahnes (d. h. vor Mitternacht) nach Hause zurückkehren; zu dieser Stunde nämlich geht ihre Zauberkraft zu Ende und daher sind schon viele in jenen Meeren ertrunken.«

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