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Slavische Volkforschungen

Note 11 — Hexen.

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Je tiefere Wurzeln ein geläutertes Christentum und abendländische Kultur unter den Südslaven schlagen, desto mehr wird der alte Volksglaube verdrängt, er gerät allmählich in Vergessenheit; die alten Glaubenvorstellungen verblassen oder es tritt eine Verwirrung ein, die es dem Forscher zuweilen recht erschwert, die ursprüngliche Fassung herauszufinden. In unserem Falle ist dies indessen noch nicht eingetreten. Wir können noch ganz deutlich den Weg verfolgen, auf dem der alte Glaube an die »Vile«, die südslavischen Waldfrauen, zu bösen Dämonen umgewandelt wurde. Die Vilen stellt man sich vor, wie es aus den älteren Volksliedern ersichtlich ist, als den Inbegriff aller Frauenschönheit und Vollendung. Sie sind die segenspendenden Huldinnen der Fluren und Berge, sie sind die Genien der Helden, denen sie mit Rat und Tat jederzeit beistehen, sie lehren die Kleinen Gottesfurcht und fromme Sitte und sind frei von jeder Arglist und Tücke.11 Sie sind aber unversöhnlich, wenn man ein Gelübde, das man ihnen gelobt hat, nicht erfüllt12 und wissen diejenigen hart zu bestrafen, die frech ihren Reigen, den sie in hellen Sommernächten im Mondenschein aufführen, zu stören wagen, oder die sie belauschen. So entstand die Redensart:

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