Note 57 — Hexen.
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Der geheiligte Faden, der einen Wohnbezirk abgrenzt, schützt nach Analogie der Furche, die man in Pestzeiten um das ganze Dorf zieht, vor dem bösen Einfluss der Hexen. Ein weiteres Analogon erblicke ich in einem andern Glauben des südslavischen Bauern. Wenn er sich den Fuss verstaucht hat, oder er ihm geschwollen ist, so bindet er einen geweihten Faden unter Hersagung des Vaterunsers um den leidenden Fuss. Der Faden, der aus Flachs gesponnen sein muss, soll nach der uralten Auffassung den Krankheitdämon aus dem Fusse vertreiben. Verwandte Züge liessen sich in Menge noch anführen. Eine überaus reiche Zusammenstellung von Nachweisen über derartige Hegungen liefert F. Liebrecht, »Zur Volkkunde«, S. 305–310: »Der hegende Faden«.