Note 54 — Hexen.
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Das Fett, mit dem sich die Hexen einreiben, um fliegen zu können, besteht nach einem andern Volkglauben aus Stutenbutter.54 Ein Bauer aus Toplice (dem Kurort bei Warasdin) erzählte folgendes Erlebnis: »Ich habe an diesen Weihnachttagen ein Weib gesehen, das hat drei Tage hindurch nach Stutenbutter gesucht (iskala konjsku putru, wörtl. sie verlangte Pferdebutter.) Dann hab’ ich sie gesehn, dass sie welche gefunden hat, wo die Pferde weiden. Ich bin ihr nun entgegengetreten, sie hat aber die Butter unter die Schürze versteckt. Ich hab’ gesehen, wie ein bisschen davon hervorschaut und hab’ sie gefragt: »Was fangen Sie damit an, Gevatterin?« (Kaj bute kuma s tem?) Da verschwand sie augenblicklich spurlos, ich aber war in Furcht, weil ich mich ganz allein befand. Ja, wenn ich sie nicht gefragt hätte, sie hätten gesehen, sogleich hätt’ sie mich zu Staub und Asche zermalmt. Wenn sie mit dieser Butter zaubern will, da muss sie sie in der Mitternachtmette mit haben, und beim Segen muss sie auf ihr knieen. Sobald die Mette aus ist, da muss die Hexe hurtig heim eilen, damit sie von gar niemand wahrgenommen wird. Diese Zauberei (Hexerei, coprija) ist zu folgendem gut: Wenn die Hexe alles, wie es sein muss, mit dieser Butter vollbringt, so kann sie auf ihr (na njoj) wie ein Pfeil dahinreiten und wird von niemand erblickt. Man sagt auch, dass es zuweilen nur darum saust (fućka, vom Pfeifen des Wirbelwindes), weil eine Hexe durch die Luft reitet, andere sagen wohl auch, der Teufel führe Geld.« In Biškupec in Chrowotien glaubt das Volk, dass die Hexen zu Pfingsten (na duhovo) um halb zwölf nachts das Fett bereiten, das sie zum Fliegen befähigt.