Note 4 — Echte und unechte Vilenkinder.
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Ehemals waren Vilen dem Volke vielleicht vorwiegend lautere Urbilder von Frauenschönheit und Frauenlieblichkeit; und wie man bei ausserordentlichen Anlässen im Leben, bei Hochzeiten und Sterbefällen seine teuersten Angehörigen und Freunde mit den Kosenamen Sonne, Mond, Morgenstern und Frührot bedenkt,4 so hiess man in freudig gehobener Stimmung anmutige, gütige, reizvolle und edelhilfbereite Frauen Vilen. Das ist nicht mehr und nicht weniger als eine dichterische Steigerung der sonst im Verkehr üblichen Zärtlichkeitanrufungen Brüderlein, Öhmchen, (baja, brate, ujo, dajo, amidža) und Schwesterlein, Söhnerin, Tantchen (seko, sejo, snaho, teto), mit denen man Leute beehrt, die einem in Wahrheit auch nicht im entferntesten verwandtschaftlich nahe stehen.