Note 1 — Die Mar.
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In neuester Zeit wird wieder von einigen Gelehrten die uralte Ansicht eifrig verfochten, die Gestalt der Nachtmar verdanke dem Traumleben ihre Entstehung und ihr Dasein.1 Diese Auffassung ist zum Teil richtig; der nächtliche Quälgeist ist aber auch bei den meisten Völkern mit den Waldgeistern oder vielleicht eigentlich mit den Windgeistern innig verwandt, doch erscheint nebenher, zumal bei den Slaven, die Mar auch als der Geist eines Verstorbenen, der eine neue Geburt durchgemacht hat d. h. aus der unbekannten Geisterwelt oder, wie die modernen Spiritisten behaupten, aus der vierten Dimension, in einen lebenden menschlichen Leib hineingefahren sei und den Besessenen zu unheimlichen Taten dränge. »Bezeichnend ist hierbei die Vorstellung«, sagt mit Bezug darauf F. Liebrecht, »dass die auf ungewöhnlichem Wege auf Erden Anlangenden (oder Zurückkehrenden) nicht nach ihrer Heimat gefragt sein wollen, als ob sie die Erinnerung daran mieden, indem durch eine derartige Frage eine unwiderstehliche Sehnsucht nach derselben erweckt und sie so zur Heimkehr veranlasst werden könnten«. Einen Beleg dafür lernen wir beim Vilenglauben kennen,2 einen weiteren erhalten wir gleich bezüglich der Mora.