Note 1 — Der Yoga-Schlaf.
Reading edition
Ich hatte einen Jugendgespielen — er war lange Zeit königlich chrowotischer Oberförster — der zwar in der Schule das Muster eines Stierkopfes war, aber bei alledem die Begeisterung und zum Teil den Neid seiner Mitschüler durch eine eigene Kunst hervorrief: er war Herr seiner Ohrenmuskeln. Er konnte die Ohren bewegen trotz einem grauen Gauch oder einem von Stechfliegen geplagten Ross. Durch sein Ohrenspiel deutete er seine Empfindungen an. Wir rufen jemand mit einwärts gekrümmtem Zeigefinger herbei, er besorgt dies mit Ohrenwackeln. Einer meiner Freunde in Slavonien — er ist praktischer Arzt — gebietet über seine Augenmuskeln derart, dass er nach Belieben zu jeder Zeit auf alle denkbare Weise zu schielen und dadurch seinen Gesichtausdruck merkwürdig zu verändern vermag. In den sechziger Jahren hielten sich zu Požega in Slavonien abwechselnd im Kriminal zwei Bauern auf, die Virtuosen in der Beherrschung ihrer Darmmuskeln waren. Als siebenjähriger Knabe hatte ich das Vergnügen als Gratisblitzer der Vorstellung des einen von ihnen beizuwohnen1.