Note 74 — Java.
Reading edition
Der Gamelang, das javanische Orchester, ist in Raffles und Crawfurd beschrieben und abgebildet. Die Instrumente bestehen hauptsächlich aus sehr wohlklingenden metallischen Becken und metallischen und hölzernen Stäben, die mit Ausnahme der grössten Becken (Gongs), welche an Gestellen aufgehängt sind, auf Resonanzböden oder auf straffen Stricken liegen, und wie Lauten geschlagen werden. Pauke, Flöten und eine Art Violine sind auch dabei. Ueber die Musik der Javanen sagt Crawfurd: „Die Musik ist wahrscheinlich die Kunst, in welcher die Javanen im Vergleich zu den meisten asiatischen Völkern den grössten Fortschritt gemacht haben. Die javanischen Melodien sind wild, klagend und mehr als alle andre asiatische Musik, vielleicht die der Perser nicht ausgenommen, dem europäischen Ohr wohlgefällig..... Der verstorbene Dr. Crotch, ein sehr kompetenter Richter, gab mir, nachdem er die schöne Sammlung von Instrumenten, die Sir Stamford Raffles nach England gebracht, besichtigt hatte, seine Meinung über dieselben sowohl, als über den allgemeinen Charakter der javanischen Musik. Ueber die einfachen Gongs sagte er, der Ton dieses Instrumentes sei zugleich mächtig und süss, seine Intonation klar und vollkommen; und über die Perkussions-Instrumente im Allgemeinen bemerkte er, dass er erstaunt und entzückt wäre über ihre sinnreiche Anfertigung, ihre Pracht, Schönheit und vollendete Intonation. In Bezug auf den Charakter der javanischen Musik im Allgemeinen machte er folgende Bemerkungen: „Die Instrumente haben alle dieselbe Skala wie die, welche durch die schwarzen Tasten des Pianos hervorgebracht wird, in welcher so viele der schottischen und irischen, alle chinesischen und einige der besten indischen und nordamerikanischen Melodien komponirt sind.”