Note 65 — Java.
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Der Unterschied zwischen den Ergebnissen der Theekultur durch freie Arbeiter unter Unternehmern, die für eigene Rechnung wirthschafteten und den Resultaten, welche die Regierung durch Zwangsarbeit unter Aufsicht von Beamten erlangte, sind so schlagend und volkswirthschaftlich so interessant, dass ich einen kleinen Auszug aus Dr. W. Bosch, Vrije en gedwongen Arbeid, Tydschr. v. Ned. Ind. 1858 II 297 anführe, in welchem folgende, amtlichen Berichten entnommene Thatsachen gegenübergestellt sind:
667 Arbeiter (freiwillige) produziren 1855 auf 560 Bau: 344,849 ℔ Thee, also 11/5 Arbeiter per Bau, 517 ℔ per Arbeiter, 615 ℔ per Bau. 4,375 Arbeiter (gezwungene) produziren 1855 auf 660 Bau: 87,312 ℔ Thee, 61/2 Arbeiter per Bau, 22 ℔ per Arbeiter, 1321/2 ℔ per Bau.
Der Arbeitslohn ist unbekannt. Angenommen, sie hätten das ganze Jahr hindurch 360 Tage, à 20 Deuten, gearbeitet, dann hätte die Bebauung gekostet 72 fl. per Bau d. h. 80% mehr als die Regierung dafür zahlte; und gleichwohl kosten die 615 ℔ Thee, die dafür erhalten werden, nicht mehr als 12 cents pro ℔, d. h. nur 40 % von dem, was die Regierung dafür bezahlte; und dennoch hat der Arbeiter bei dem Privatmann 3mal so viel per Tag verdient, als der Arbeiter in Bagelen, selbst wenn dieser nicht mehr als 100 Tage per Jahr zu arbeiten hätte. 6 Arbeiter per Bau angenommen, die zusammen 40 fl. 72 c. erhalten, giebt 6,79 fl. per Arbeiter. Angenommen, dass Jeder nicht mehr als 100 Tage gearbeitet hätte, so würde der Tagelohn 63/4 cents betragen, und das ℔ Thee auf 30 cents zu stehen kommen.
Aus diesen amtlichen Angaben geht hervor, dass freie Arbeit 25mal produktiver war als Zwangsarbeit, dass der Boden 5mal so viel trug, dass das Produkt der Privatleute noch nicht die Hälfte kostete, während ihre Arbeiter 3mal so viel verdienten.