Note 1 — 10. Paradoxurus musschenbroeki Schl.
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Dieses grösste Raubthier von Celebes1 blieb merkwürdig lange unbekannt, es ist allen früheren Reisenden entgangen, oder wenn sie davon gehört hatten, wie z. B. v. Rosenberg (Mal. Arch. 1878, 268) und ich, so war es ihnen nicht gelungen, es zu erbeuten. Laut Tagebuchnotiz hörte ich am 20. Juni 1871 in Belang in der Minahassa, dass ein „andjing utan“ (Waldhund) seit einiger Zeit in der Nähe sei und Hühner weghole. Ich hatte schon früher einen Preis auf das Thier, von dem Mancher in der Minahassa sprach, gesetzt, aber erfolglos. Erst van Musschenbroek verschaffte, als er 1875 Resident von Manado war, 5 Exemplare von Kinilo und Tanawangko, und 1883 kamen durch v. Faber noch 7 nach Leiden, die von denselben Localitäten herrührten.2 Das Dresdener Museum erhielt seit Anfang 1894 6 Bälge mit den Skeletten (2 m. u. 1 f. ad., 1 m. u. 1 f. jun., 1 f. juv.), beim Dorfe Kali in der Nähe von Kakaskassen Februar, Mai und October in Fallen gefangen, mit den Bezeichnungen andjing utan (mal.) und lonkoi. Auch P. und F. Sarasin bekamen mehrere, wie sie mir unter dem 4. August 1894 mittheilten, und zwar aus den Wäldern, die die verschiedenen Kraterberge in der Nähe von Rurukan bedecken. „Sie nähren sich, wie uns die Untersuchung des Magens lehrte, sowohl von Waldratten, als auch von den reifen Früchten der Papaya.“ Das Thier ist daher keineswegs selten, wie man, da es so lange unentdeckt geblieben ist, versucht sein könnte zu vermuthen. Der Grund hiervon lag vielmehr darin, dass die Eingebornen den Fang nicht übten, bis sie genügend dazu angespornt wurden, und dass die Naturforscher früher die Art und Weise des Fanges nicht kannten, sowie darin, dass das Thier überhaupt verborgen lebt und wohl nur Nachts auf Raub ausgeht. Die bis jetzt bekannten Fundorte: Kinilo, Rurukan und Kali liegen dicht bei einander, nicht fern von Manado; Tanawangko etwas mehr westlich; allein die Art hat gewiss eine viel weitere Verbreitung. Die Rosenbergschen Angaben (s. bei Jentink Notes Leyden Mus. V, 179 1883) beziehen sich auf das Gorontalosche, es ist jedoch noch fraglich, ob es sich dort, wie auch bei meiner Notiz von Belang, um P. musschenbroeki handelt. Ob die Art auch in Central, Nordost und Süd Celebes3 vorkommt, bleibt festzustellen.