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Sämtliche Werke 11

Note 63 — „Tagebuch eines Schriftstellers“ aus dem Jahre 1877.

E. K. Rahsin translation

Alle näheren Mitteilungen über die Teilnahme Dostojewskis und seiner Freunde an dieser Sache, wie über das ihnen zugefallene Los, sind erst seit dem Tode Dostojewskis nach und nach veröffentlicht worden. In den dazwischen liegenden 22 Jahren waren die S. 119, 120 im Auszug wiedergegebenen flüchtigen Andeutungen des vom Kriegsministerium herausgegebenen „Russischen Invaliden“ alles, was man über die Petraschewskische „Verschwörung“ überhaupt bekanntgegeben hatte. Zu Lebzeiten Dostojewskis wußte man nur, wie J. Eckardt als Zeitgenosse berichtet, daß die Verschwörer von 1848 in das am Krönungstage von Kaiser Alexander II. (26. Aug. 1856) erlassene Gnadenmanifest nicht einbegriffen worden waren, daß der Gardeoffizier Lwoff noch 1859 in Irkutsk Polizeischreiber war, Speschnjoff in Sibirien die Zeitung „Amur“ herausgab, daß Petraschewski 1866 als Sträfling gestorben war – er hatte ein späteres Gnadenangebot abgelehnt und die Revision seines Prozesses verlangt – und daß die Begnadigung des Schriftstellers Dostojewski 1859 auf die Fürsprache eines älteren Studiengefährten hin, des berühmten General Todleben (berühmt wegen seiner Verteidigungsanlagen in der Krim während des Orientkrieges 1853–56) erfolgt war. Die Erinnerung an die übrigen Verurteilten wäre, nach Eckardts Bericht, im Gedächtnis ihrer Landsleute völlig erloschen, wenn nicht der einflußreiche Alexander Herzen, das Haupt der russischen Emigration, in seiner Zeitschrift „Der Polarstern“ wiederholt daran erinnert hätte, daß man diese Männer nicht wegen dessen, was sie getan, sondern wegen dessen, was sie gedacht und untereinander geredet, verurteilt hatte.

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