Note 72 — Fußnoten
E. K. Rahsin translation
Nach den „Erinnerungen“ Wrangels kam Dostojewski im Januar 1860 nach Petersburg. „Dostojewski brauchte damals viel Geld, besaß aber keinen Heller. Er hatte zahllose Schulden und nur die eine Hoffnung, daß ihm die vielen Erzählungen und Romane, die in seinem Kopfe ... entstanden, etwas einbringen würden ... Wir sahen uns sehr oft, doch immer nur flüchtig, denn wir beide waren in den Strudel des Petersburger Lebens geraten ...“ Trotzdem sagt Wrangel, daß Dostojewski Tag und Nacht gearbeitet habe. (Vgl. „D.s Briefe und Berichte der Zeitgenossen“.) Da das Petersburger Klima für den Gesundheitszustand seiner Frau schädlich gewesen wäre, verbrachte sie die folgenden Jahre in Moskau, wo sie am 16. April 1864 an der Schwindsucht starb. Den Winter 1863–64 bis zu ihrem Tode weilte Dostojewski deshalb in Moskau. Sein Stiefsohn war auf Befehl des Kaisers 1860 als Stipendiat in eine Lehranstalt aufgenommen worden. Dostojewski hatte die Bitte darum mit seinem eigenen Gnadengesuch verbunden. In einem späteren Brief an Wrangel schreibt Dostojewski über seine Ehe mit der verstorbenen Frau: „Wir waren beide durchaus unglücklich, konnten aber nicht aufhören, einander zu lieben; je unglücklicher wir waren, um so mehr hingen wir aneinander“. (Vgl. „D.s Briefe und Berichte der Zeitgenossen“). E. K. R.