Note 98 — Fußnoten
E. K. Rahsin translation
Historiker (1800–75), reaktionärer Chauvinist, gab die slawophile Zeitschrift „Der Moskowiter“ heraus, zu deren Mitarbeitern früher auch Apollon Grigorjeff gehört hatte. Pogodin war ein Kollege und Freund von Schewyreff (vgl. S. 84). 1835 wurde er vom Grafen Uwaroff (Unterrichtsminister von 1833–49) zum Professor der Geschichte an der Moskauer Universität ernannt, damit er die Orthodoxie im imperialistischen Sinne verteidige. Uwaroff hatte das offizielle Programm der Reaktion folgendermaßen formuliert: „Unsere gemeinsame Aufgabe besteht darin, dahin zu wirken, daß die Bildung der Nation in dem vereinten Geiste der Orthodoxie, Autokratie und Nationalität vor sich gehe ...“ und „... Inmitten des schnellen Verfalls der religiösen und bürgerlichen Institutionen in Europa, bei der Verbreitung der revolutionären Ideen allerorts, ist es Pflicht, das Vaterland auf einem unerschütterlichen Boden zu befestigen ...“ Auf diesem Boden der Formel Uwaroffs „Orthodoxie, Autokratie, Nationalität“ stand dann auch das Zarenwort an den Unterrichtsminister: „Schränke die Bildung ein“, und gegen diesen „Prometheus (Uwaroff), der das Feuer nicht Jupiter, sondern den Menschen stahl“, richtete Herzen seine geistreichsten Angriffe. E. K. R.