Note 15 — ZWANZIGSTES KAPITEL
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Seit einiger Zeit hatte ein junger Spanier in Boróngan eine Fabrik errichtet, um nach einem bessern Verfahren Oel zu bereiten: ein durch zwei Büffel gedrehter Göpel setzt durch Zahnräder und Treibriemen eine Anzahl Raspeln in Bewegung. Sie haben etwa die Form eines Zitronenbohrers und bestehn aus fünf an ihrem Aussenrande gezähnten eisernen Blättern, die radial am Ende eines eisernen Stieles sitzen und vorn in eine stumpfe Spitze zusammenlaufen. Das andre Ende des Stiels geht durch den Mittelpunkt einer Scheibe, die ihm die drehende Bewegung mittheilt, ragt aber über dieselbe hinaus. Der Arbeiter ergreift eine halbirte Kokosnuss mit beiden Händen, hält ihre innere mit dem ölhaltigen Kern gefütterte Wölbung gegen die rotirende Raspel, die er fest anpresst, indem er mit seiner durch ein gepolstertes Brett geschützten Brust gegen das hervorragende Ende des Stiels drückt. Die feinen Späne des Kerns bleiben 12 Stunden in flachen Behältern liegen, damit sich die Zellenwände theilweise zersetzen. Man presst sie dann leicht in Handpressen, fängt die aus ⅓ Oel ⅔ Wasser bestehende Flüssigkeit in Kübeln auf, schöpft nach 6 Stunden das oben schwimmende Oel ab und erhitzt es in eisernen Pfannen von hundert Liter Inhalt, bis alles beigemischte Wasser verdampft ist, was zwei bis drei Stunden erfordert. Um das Oel schnell abzukühlen, damit es sich nicht bräune, giesst man zwei Eimer voll kalten wasserfreien Oels hinzu und entfernt schnell das Feuer. Die gepressten Späne werden abermals 6 Stunden der Luft ausgesetzt, dann unter starkem Druck gepresst. Nachdem beide Operationen noch zweimal wiederholt worden, hängt man das Geraspel in Säcken zwischen zwei starke vertikale Bretter und presst es mittelst Klemmschrauben so viel als möglich aus, indem man es mehrere Male umschüttelt. Der Rückstand dient als Schweinefutter. Das aus den Säcken ablaufende Oel ist wasserfrei, daher sehr klar, und wird zum Abkühlen des zuerst erhaltenen benutzt.15